IDM Südtirol fördert 20 Filmvorhaben im zweiten Call des Jahres

IDM Südtirol unterstützte im zweiten Fördercall des Jahres 20 Filmprojekte. Nach Angaben der Förderstelle stammten elf Vorhaben aus Italien, darunter sieben aus Südtirol. Vier Projekte kamen aus Deutschland. Je ein Projekt stammten aus Österreich, der Schweiz, Großbritannien, den Niederlanden und Singapur.

Elf der geförderten Produktionen sollen unter dem Label „Made in Südtirol“ laufen. Damit seien zentrale Funktionen wie Regie, Produktion oder Drehbuch in Südtirol verankert. Für die ausgewählten Vorhaben seien laut IDM rund 100 Drehtage im Land vorgesehen. Die erwartete Wertschöpfung liege bei mehr als 5 Millionen Euro.

„Laut unseren Förderregeln muss jede Filmproduktion mindestens 150 Prozent der beantragten Fördersumme in Südtirol ausgeben. Die Wertschöpfung von über 350 Prozent, die wir bei dieser Förderrunde erwarten, ist somit überdurchschnittlich hoch. Zugute kommt sie allen Südtiroler Filmschaffenden und Dienstleister:innen, die an der Produktion beteiligt sind, und letztendlich der gesamten Branche, die sich durch solche Projekte weiterentwickelt“, sagte Margit Gamper, Direktorin Business Development von IDM.

Gefördert werden sollen acht Projekte in der Produktion, darunter vier Spielfilme und vier Dokumentationen. Hinzu kamen neun Vorhaben in der Produktionsvorbereitung sowie drei Kurzfilme.

Zu den Südtiroler Produktionen zählte die Dokumentation „Shanti Powa – Music is our Weapon“. Regie führe Christoph Franceschini, der auch das Drehbuch geschrieben hat. Produzent sei Albolina Film aus Bozen. Der Film begleite die Band Shanti Powa bei der Arbeit an ihrem fünften Studioalbum.

Ebenfalls in Produktion gehe der Dokumentarfilm „Das Vermächtnis“ von Reinhold Messner und Dolomites Film. Im Zentrum stehe die deutsch-österreichische Expedition zum Nanga Parbat im Jahr 1953. Messner schrieb das Treatment und werde die Regie übernehmen.

Eine weitere Produktionsförderung erhielt „Italy’s secret gardens“. Für Treatment und Regie zeichne Cornelia Schöpf verantwortlich, bei der Regie gemeinsam mit Federico Campana. Die Dokumentation stelle bekannte Gartenanlagen in Italien vor und frage nach ihrem Erhalt.

Mit Fördermitteln unterstützte IDM auch den Kinderfilm „Lassie und die Legende vom wilden Bären“. Regie führe Mara Eibl-Eibesfeldt nach einem Drehbuch von Andreas Cordes. Gedreht werde an elf Tagen in Südtirol. Erzählt werde die Geschichte von Nova, Flo und Lassie, die in einem Feriencamp Wilderer stoppen wollen.

Zum Teil in Südtirol entstehe auch „Der Buchspazierer und die Liebe“. Christoph Maria Herbst werde erneut die Hauptrolle übernehmen. Das Drehbuch schrieben Andi Rogenhagen und Carsten Henn. Regie führe wieder Ngo The Chau.

Aus der Schweiz stamme der Thriller „Under The Ice“. Das Drehbuch komme von Alexander Buresch und Fabien Virayie. Regie sollen Jan-Eric Mack und Claudio Faeh führen. Die Geschichte folge einer Bergretterin, die während einer Suche am Matterhorn mit verborgenen Seiten ihres Geliebten konfrontiert wird.

Gefördert werde zudem das Christmas Special der britischen Serie „The Cleaner“. Vorlage sei „Der Tatortreiniger“. Greg Davies schrieb das Special und spiele die Hauptrolle. Regie führe Tom Marshall. Die Handlung verlege einen Kriminalfall in ein Hotel, in dem der Protagonist nach einem Unfall in einem Rollstuhl sitzt.

Die Dokumentation „La Base. Una Storia di Confine“ widme sich der früheren Kaserne in Schlanders, die heute als BASIS Vinschgau Venosta genutzt werde. Regie und Treatment sollen von Vittorio Curzel stammen.

Unter den Kurzfilmen finde sich „Can You Touch Me?“, das im MASO-Programm von IDM entwickelt wurde. Mickey Lai schrieb das Drehbuch und führe Regie. Produzent sei die Potocol Pte Ltd aus Singapur. Erzählt werde von einem jungen Chinesen, der in den Südtiroler Bergen eine prägende Begegnung erlebt.

Ebenfalls gefördert werden sollen die Kurzfilme „Grenzgang“ und „Kalte Nähe“. In „Grenzgang“ gerate ein Grenzpolizist in einen Konflikt zwischen Beruf und Privatleben. Regie führe Lorenz Klapfer, der das Drehbuch gemeinsam mit Aaron Kerschbaumer verfasst habe. Produzent sei Movie.mento aus Bozen. „Kalte Nähe“ erzähle von der Rückkehr eines Mannes auf den Hof seines Vaters. Florian Tappeiner schrieb das Drehbuch, führe Regie und produziere mit der Gugg OHG aus Meran.

In der Entwicklung unterstützte IDM unter anderem „Klimt“ von Maura Delpero. Die Bozner Filmemacherin schrieb das Drehbuch und will auch Regie führen. Der Film erzähle die Geschichte von drei Mitgliedern derselben Familie und verknüpfe sie mit Fragen der Gegenwart.

Ebenfalls in Entwicklung sei das historische Drama „Flügge“. Gaudenz Leopold Schraudolph arbeite dabei mit Lisa Maria Kerschbaumer zusammen. Der Film spiele in einem Bergdorf kurz vor dem Ersten Weltkrieg und erzähle von einer jungen Frau, die ein Flugzeug bauen will.

Mit „The Winnowing“ hat auch ein Horrorfilm Unterstützung erhalten. Die Bozner Greif Produktion entwickele das Projekt mit Regisseur Alessio Liguori. Das Drehbuch schrieb er gemeinsam mit Fabio Canepa. Erzählt werde von einem ehemaligen Militärarzt, der nach dem Krieg in einem Südtiroler Dorf auf dunkle Geheimnisse stößt.

Zu den weiteren geförderten Projekten gehörte „Heinz Rühmann – Ein Schauspielerleben“. RP Kahl inszeniere den Film nach einem Treatment von Lars-Olav Beier. Produzent sei A Company Italia aus Bozen.

Das Dokumentarfilmprojekt „Perfect Tiger“ beschäftige sich mit den Folgen des Tigerschutzes in Indien für Mensch und Tier. Das Treatment stamme von Nishant Shailajan und Tamara Diepold. Die Regie sollen Tamara Diepold und Julian Giacomuzzi übernehmen.

Auch das Animationsprojekt „Nanà“ hat Unterstützung erhalten. Die Meraner Da Palmer Film erzähle darin von einem Mädchen, das mit Hilfe einer magischen Brille Tiere verstehen kann. Das Drehbuch stamme von Tanja Schweigl.

Die Dokumentation „Sotto i Nostri Occhi“ begleite Betroffene von Missbrauch durch Geistliche in Südtirol nach der ersten unabhängigen Untersuchung im Auftrag der Diözese Bozen-Brixen. Luca Bedini verantworte Regie und Treatment.

Mit „Dolasilla – Principessa del Destino“ förderte IDM zudem einen Animationsfilm, der auf der Fanes-Sage basiere. Das Drehbuch sollen Anita Rivaroli und Carlo Zoratti schreiben.

Unterstützung in der Vorbereitung habe schließlich die niederländische Dokumentation „Der Deserteur“ erhalten. Sie erzähle die Geschichte von Ignaz Fürgler, dessen Lebensweg vom SS-Rekruten zum Widerstandskämpfer in Holland führte. Das Treatment schrieb seine Urenkelin Luna Fürgler. Regie führe Willy Lindwer.

Weitere Informationen: IDM Südtirol | Innovators, Developers & Marketers

Bild © Henning Ferber Filmproduktion – Ein Bild, welches das Filmprojekt „Lassie“ repräsentiert.