Gästeankünfte in Oberbayern steigen im Juli um 7,4 Prozent

Oberbayern verzeichnete im Tourismus 2026 im ersten Halbjahr ein Plus. Zwischen Januar und Juli registrierte die Region rund 25,7 Millionen Übernachtungen, 1,1 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Gästeankünfte legten um 3,6 Prozent zu. Die Bettenauslastung erreichte in diesem Zeitraum 45,3 Prozent. Allein im Juli stieg die Zahl der Ankünfte gegenüber dem Vorjahresmonat um 7,4 Prozent, die Übernachtungen um 5,8 Prozent.

Ländliche Reiseziele trugen einen großen Teil des Wachstums. Im Tölzer Land sollen die Übernachtungen um 5,3 Prozent zugenommen haben, im Chiemsee-Alpenland um 4,7 Prozent und im Chiemsee-Chiemgau um 3,6 Prozent. Die Zugspitz-Region sei auf ein Plus von 2,6 Prozent gekommen, die Alpenregion Tegernsee-Schliersee auf 2,4 Prozent. München habe im Vergleichszeitraum 0,4 Prozent mehr Übernachtungen registriert.

„Oberbayern bleibt als Reiseziel gefragt. Besonders erfreulich ist, dass sich die positive Entwicklung über viele Regionen erstreckt. Das zeigt die Stärke Oberbayerns als vielfältige Tourismusdestination. Gemeinsam mit unseren Partnern wollen wir diese Vielfalt noch sichtbarer machen und Gästen immer wieder neue Reise- und Ausflugsmöglichkeiten eröffnen“, kommentierte Oswald Pehel, Geschäftsführer des Tourismus Oberbayern München e.V.

Information und Inspiration als Steuerungsinstrument

Die Destinationen griffen auf unterschiedliche Instrumente zurück. Sie wollten Gäste informieren, neue Angebote bekannt machen und Alternativen zu stark besuchten Zielen aufzeigen. Der Tourismus Oberbayern München e.V. unterstützte dieses Vorgehen unter anderem mit den GeHEIMATorten und dem Ausflugsticker. In den heißen Sommermonaten kam zusätzlich und kurzfristig die Coolcation-Kommunikation zum Einsatz. Sie rückte schattige Ausflugsziele, naturnahe Rückzugsorte und erfrischende Erlebnisse in den Fokus.

„Besucherlenkung beginnt nicht erst dort, wo es voll wird. Sie beginnt mit Information und Inspiration. Wenn wir unterschiedliche Möglichkeiten sichtbar machen, können Gäste ihre Ausflüge und Aufenthalte bewusster planen und zugleich neue Facetten Oberbayerns kennenlernen“, so Pehel.

Die Regionen setzten dabei eigene Schwerpunkte. München hob die Vielfalt seiner Viertel hervor. Die Kampagne „Viertelliebe“ lenkte den Blick auf einzelne Stadtteile. Stadtführungen und weitere Angebote präsentierten die Viertel abseits des Stadtzentrums und seiner klassischen Sehenswürdigkeiten als eigene Erlebnisräume.

Der Chiemgau hat seit Mai neue Gravelbike-Touren angeboten. Sie erschlossen zusätzliche Routen und Erlebnisräume und eröffneten eine weitere Möglichkeit, die Region aktiv zu erkunden.

In Berchtesgaden standen Mobilität und aktuelle Besucherinformationen im Mittelpunkt. Von Januar bis Juli seien die Übernachtungen um 2,2 Prozent gestiegen. Seit März 2026 ergänzte das WatzMobil den öffentlichen Nahverkehr im Landkreis. Stark besuchte Bereiche erhielten zusätzliche Angebote und dichtere Takte. Der Ausflugsticker zeigte Gästen zudem die aktuelle Lage an ausgewählten Parkplätzen.

Im Juli zeigte sich das Wachstum in der Alpenregion Tegernsee-Schliersee deutlich: Gegenüber dem Vorjahresmonat seien rund 26.700 Übernachtungen hinzugekommen. Speziell ausgebildete Ranger seien an stark besuchten Wanderwegen und Bergen unterwegs. Sie sollen Wissen über das Verhalten in der Natur vermitteln und Hinweise zu Sicherheit und Technik geben. Die Kampagne „Mit der Bahn in die Berge“ stellte Ausflugsziele vor, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar waren.

Entwicklung in der Fläche

Die Nachfrage nach Reisezielen in Oberbayern ist hoch geblieben. Gleichzeitig stiegen die Anforderungen an das Destinationsmanagement. Neben den touristischen Produkten rückten gute Information, nachhaltige Mobilität und sichtbare Erlebnisräume stärker in den Vordergrund.

Gäste profitierten von einer größeren Auswahl bei Urlaub und Ausflügen. Die Regionen können ihre jeweiligen Stärken stärker herausstellen und die Nachfrage auf ein breiteres Angebot verteilen.

„Unser Ziel ist es, die Vielfalt Oberbayerns sichtbar zu machen und Gästen gute Gründe zu geben, auch neue Orte und Angebote kennenzulernen. Das stärkt die Erlebnisqualität für Reisende und schafft zugleich Perspektiven für viele unterschiedliche Orte und touristische Betriebe in Oberbayern“, sagte Pehel.

Quelle: Tourismus Oberbayern München e.V. Grundlage waren monatliche Datenlieferungen der amtlichen Tourismusstatistik für Januar bis Juli 2026. Die Werte für Juli 2026 sind vorläufig.

Weitere Informationen: Home – Tourismus Oberbayern Partnernetz

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