Bitkom-Befragung zeigt geringe Kenntnisse zum digitalen Euro

In Brüssel haben heute die Trilogverhandlungen zum digitalen Euro begonnen. Die EU will damit den rechtlichen Rahmen für ein digitales Zentralbankgeld schaffen, das Bargeld im Euroraum ergänzen soll.

Der digitale Euro wäre eine von der Europäischen Zentralbank ausgegebene digitale Form des Euro. Er würde sich damit von bestehenden digitalen Zahlverfahren wie Kartenzahlungen, Überweisungen oder Bezahl-Apps unterscheiden, die privatwirtschaftlich organisiert sind.

Nach einer repräsentativen Bitkom-Befragung habe mehr als die Hälfte der Menschen in Deutschland ab 16 Jahren den Begriff gekannt. 52 Prozent sollen nach Angaben des Verbands bereits vom digitalen Euro gelesen oder gehört haben. Für die Erhebung seien 1.004 Personen befragt worden.

Gleichzeitig sei das Wissen über das Konzept nach Bitkom-Angaben gering geblieben. Nur 8 Prozent sollen gesagt haben, dass sie erklären können, was der digitale Euro ist. 23 Prozent sollen nach eigener Einschätzung ungefähr gewusst haben, worum es geht. 21 Prozent sollen den Begriff schon einmal gehört haben, konnten ihn aber nicht näher einordnen. 41 Prozent sollen bislang nichts vom digitalen Euro gelesen oder gehört haben.

„Der digitale Euro ist ein wichtiger Baustein für ein modernes, souveränes und wettbewerbsfähiges Zahlungssystem in Europa. Entscheidend ist, dass er für Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie für Unternehmen sicher und praxistauglich ausgestaltet wird“, sagte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „Politik, Notenbanken und Wirtschaft müssen frühzeitig verständlich erklären, wie der digitale Euro funktioniert, welche Rolle er neben Bargeld und bestehenden digitalen Zahlungsmitteln spielt und vor allem, welchen Nutzen er hat.“

Weitere Informationen: Startseite Bitkom e. V.

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