Bayern will ab 2027 wieder dem Deutschen Heilbäderverband angehören

Der Bayerische Heilbäder-Verband will zum 1. Januar 2027 wieder Mitglied im Deutschen Heilbäderverband werden. Darauf haben sich die Landesheilbäderverbände und der Deutsche Heilbäderverband bei einer Vollversammlung verständigt. Nach Angaben des Verbands fiel die Entscheidung für eine Neuausrichtung der Bundesvertretung einstimmig.

Bis Ende 2026 wollen die Beteiligten die organisatorischen und rechtlichen Voraussetzungen schaffen. Im November soll die Mitgliederversammlung des Bayerischen Heilbäder-Verbands über die nächsten Schritte zum Wiedereintritt beraten.

Bayerns Heilbäderpräsident Peter Berek bewertete die geplante Neuaufstellung als wichtig für die Interessenvertretung der Branche. „Die gesundheitspolitischen Herausforderungen unserer Zeit verlangen nach einer starken gemeinsamen Interessenvertretung“, sagte Berek. Heilbäder und Kurorte müssten in Berlin und Brüssel mit mehr Gewicht auftreten. „Gerade bei Themen wie Prävention, Rehabilitation und Gesundheitsförderung brauchen wir eine starke Stimme auf Bundesebene.“

Der Wiedereintritt würde eine Entwicklung beenden, die 2016 begann. Damals traten der Bayerische Heilbäder-Verband und der NRW-Heilbäderverband aus der gemeinsamen Bundesorganisation aus. Künftig sollen die Interessen von mehr als 350 staatlich anerkannten Heilbädern und Kurorten wieder gemeinsam auf Bundes- und EU-Ebene vertreten werden. Der Bayerische Heilbäder-Verband bündele nach eigenen Angaben rund ein Fünftel aller Kurorte und Kurbetriebe in Deutschland.

Die Verbände haben sich nach Angaben des Bayerischen Heilbäder-Verbands nach intensiven Gesprächen und einem mehrmonatigen Prozess auf die Grundlinien der künftigen Organisation verständigt. Im Fokus sollen die politische Interessenvertretung, Prävention und Gesundheitsförderung, die Sicherung der Rehabilitation sowie bessere Rahmenbedingungen für Gesundheitseinrichtungen und Thermen stehen.

Auch Geschäftsführer Frank Oette hat in der Einigung ein Signal für die Branche gesehen. „Die jetzt erzielte Verständigung ist ein wichtiges Signal für die gesamte Branche“, betonte Oette. „Gemeinsam können wir die Bedeutung der Heilbäder und Kurorte als Gesundheitsstandorte, Präventionszentren und wichtige Wirtschaftsfaktoren im ländlichen Raum noch stärker sichtbar machen. Bayern wird sich in diesen Prozess konstruktiv und mit Nachdruck einbringen.“

Weitere Informationen: Herzlich willkommen beim Bayerischen Heilbäder-Verband e.V.!

Bild © BHV/TM – Nach intensiven Gesprächen und einem mehrmonatigen Entwicklungsprozess haben sich die Verbände auf die Eckpunkte einer künftig schlanken und schlagkräftigen Organisation verständigt. Im Mittelpunkt stehen die politische Interessenvertretung, die Stärkung von Prävention und Gesundheitsförderung, die Sicherung der Rehabilitation sowie bessere Rahmenbedingungen für Gesundheitseinrichtungen und Thermen.