Bad Kissingen führt digitale Gastkarte ab Oktober ein
Gäste in Bad Kissingen können ihre Gastkarte ab Oktober 2026 auf dem Smartphone nutzen. Die Bayer. Staatsbad Bad Kissingen GmbH führte das digitale Angebot nach einer Testphase mit vier Beherbergungsbetrieben ein.
Die Karte könne bereits vor der Anreise an Gäste gesendet werden. Damit lasse sich auch der öffentliche Personennahverkehr im Landkreis und in der Stadt Bad Kissingen schon vor dem Check-in kostenfrei nutzen. Wer am Bahnhof Bad Kissingen ankomme, könne mit der digitalen Gastkarte direkt in den Bus zur Unterkunft steigen.
Auch für die Betriebe änderte sich der Ablauf: Bisher druckten sie Gastkarte und Meldeschein gemeinsam aus. Künftig aktualisiere sich die digitale Karte automatisch, wenn sich hinterlegte Daten ändern. Bei Gästen aus Deutschland entfalle der Ausdruck des Meldeformulars. Für ausländische Gäste bleibe die handschriftliche Unterschrift auf dem Meldeschein gesetzlich vorgeschrieben.
Vier Betriebe testeten die Anwendung
An der Erprobung beteiligten sich die Parkklinik Heiligenfeld, die HESCURO KLINIK, das Rhönkitz Hotel und die Ferienwohnungen der Familie Blaßdörfer. Die Familie stellte mehrere Unterkünfte für den Test bereit. Die Bayer. Staatsbad Bad Kissingen GmbH bezog die Erfahrungen der Betriebe in die Umsetzung ein. Die Rückmeldungen fielen positiv aus.
„Die Einführung der digitalen Gastkarte ist ein weiterer wichtiger Schritt, um unseren Gästeservice zeitgemäß weiterzuentwickeln. Mein besonderer Dank gilt den vier Testbetrieben, die sich die Zeit genommen haben, die digitale Gastkarte im Arbeitsalltag auszuprobieren und uns mit ihren Rückmeldungen wertvolle Impulse für die Einführung zu geben. Bei der Auswahl war es uns besonders wichtig, die gesamte Bandbreite der Beherbergungsbetriebe von der Klinik über das klassische Hotel bis hin zur Ferienwohnung mit einzubeziehen: Nur so konnten wir sicherstellen, dass das neue System überall reibungslos funktioniert“, betonte Sebastian Dresbach, Kurdirektor und Geschäftsführer der Bayer. Staatsbad Bad Kissingen GmbH.
Auch die beteiligten Betriebe berichteten von positiven Erfahrungen.
„Patientinnen und Patienten haben die Karte direkt auf dem Smartphone dabei und können die Angebote der Kurkarte unkompliziert nutzen. Für mich ist das ein gutes Beispiel dafür, wie Digitalisierung sinnvoll eingesetzt werden kann – praktisch, zeitgemäß und nah am Gast“, so Markus Schmöger, Klinikmanager der Parkklinik Heiligenfeld.
„Die digitale Gästekarte macht vieles einfacher – für Gastgeber und Gäste“, so Julius Blaßdörfer, Geschäftsführer der Blaßdörfer Trading GmbH.
„Zukunftsorientiert, papierlos, digital: Wir sind bereit für die Umstellung auf die digitale Gastkarte. Unser junges dynamisches Team freut sich über die Umsetzung in unserem modernen Stadthotel“, so Sabrina Storath, betriebliche Leitung Hotel Rhönkitz.
„Die digitale Gastkarte ist ein wichtiger Schritt in der Digitalisierung und bietet unseren Patientinnen und Patienten einen praktischen Mehrwert. Als Klinik und Testnutzer begrüßen wir ihre Einführung ausdrücklich“, so Geschäftsführer der HESCURO KLINIK, Stephan Greb.
Als Nächstes will die Bayer. Staatsbad Bad Kissingen GmbH weitere Beherbergungsbetriebe in das Projekt einbeziehen. Außerdem plante sie zusätzliche Gastkartenleistungen, die sich künftig speziell an Familien richten sollen.
Weniger Papier für die Gastkarte
Im vergangenen Jahr seien rund 180.000 Meldescheine in Papierform zusammengekommen. Die digitale Gastkarte soll diese Menge reduzieren. Gäste können weiterhin eine Papierkarte erhalten, wenn sie das digitale Angebot nicht nutzen möchten.
Die Testphase zeigte laut Unternehmen, dass die digitale Nutzung nicht auf bestimmte Altersgruppen beschränkt war. Auch ältere Gäste nutzten die Gastkarte auf dem Smartphone.
Weitere Informationen: Bad Kissingen: Wellness, Gesundheit, Kur & Urlaub | Bayerisches Staatsbad: Bad Kissingen
Bild © Bayer. Staatsbad Bad Kissingen GmbH_Foto Julia Gerber – Nach erfolgreicher Testphase von Beherbergenden: Die digitale Gästekarte wird ab Oktober in Bad Kissingen eingeführt.
