ADFC startet Fahrradklima-Test 2026
Seit dem 1. September läuft die zwölfte Ausgabe des ADFC-Fahrradklima-Tests. Bis zum 30. November können Radfahrerinnen und Radfahrer online mitteilen, wie sie die Bedingungen für den Radverkehr in ihrer Kommune einschätzen. Im Mittelpunkt stehen unter anderem die Qualität der Radwege, das Sicherheitsgefühl und die kommunale Radverkehrspolitik.
Der ADFC ergänzte den Test in diesem Jahr erstmals um eine eigene Befragung für Kinder und Jugendliche. Das bundesweite Städte-Ranking und die weiteren Ergebnisse wird der Verband im Frühjahr 2027 veröffentlichen.
ADFC-Bundesvorsitzender Frank Masurat sagte: „Radfahren hält fit, ist kostengünstig und gut für das Klima – Spaß macht es obendrein. Viele Städte und Gemeinden bauen deswegen Radwege und Fahrradparkhäuser. Doch die Bedingungen unterscheiden sich von Ort zu Ort erheblich. Genau darum geht es bei der Befragung zum 12. ADFC-Fahrradklima-Test. Wie hat sich die Fahrradfreundlichkeit vor Ort entwickelt und wo muss noch nachgebessert werden? Die Ergebnisse der Befragung helfen dabei, die Bedingungen für Radfahrerinnen und Radfahrer zu verbessern.“
Eigene Befragung für junge Menschen
Der ADFC erfasste erstmals die Erfahrungen von Kindern und Jugendlichen. Sie sollen beschreiben, wie sie den Weg zur Schule, zum Sport und in der Freizeit mit dem Fahrrad erleben. Außerdem fragt der Verband nach Hindernissen und nach Veränderungen, die das selbstständige Radfahren erleichtern würden.
„Kinder und Jugendliche erleben den Straßenverkehr anders als Erwachsene. Deshalb wollen wir erstmals ihre Erfahrungen direkt erfassen und ihnen eine Stimme geben. Die Ergebnisse zeigen den Kommunen, wo sie ansetzen müssen, damit junge Menschen sicher und selbstständig mit dem Rad unterwegs sein können“, sagte Masurat.
Die reguläre Online-Befragung umfasse 27 Fragen und dauere rund zehn Minuten. Sie untersuche, wie sicher sich Menschen beim Radfahren fühlen, ob die Radwege ausreichend breit und in gutem Zustand sind und wie häufig sie das Fahrrad nutzen.
Beim vergangenen Fahrradklima-Test sollen sich nach Angaben des ADFC rund 213.000 Menschen beteiligt haben. Eine hohe Beteiligung erhöhe die Aussagekraft der Ergebnisse für die einzelnen Orte.
Kommunen liefern eigene Angaben
Der ADFC hat neben den Radfahrenden und den jungen Menschen auch die Kommunen einbezogen. Im FKT-Kommunen können Städte und Gemeinden angeben, welche Maßnahmen sie zur Förderung des Radverkehrs umsetzen.
Damit verknüpfte der Fahrradklima-Test die Einschätzungen der Radfahrenden mit den Erfahrungen von Kindern und Jugendlichen sowie den Angaben der Kommunen. Der ADFC will auf dieser Grundlage zeigen, wie sich die Fahrradfreundlichkeit vor Ort entwickele und wo Handlungsbedarf bestehe. Die Ergebnisse und das bundesweite Ranking der fahrradfreundlichsten Städte präsentiere der Verband im Frühjahr 2027.
Weitere Informationen: ADFC-Fahrradklima-Test – (FKT)
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