Hallstatt eröffnet neue Salzbergbahn und modernisierte Salzwelten

Mit der Wiedereröffnung der Salzwelten Hallstatt hat auch die neue Salzbergbahn ihren Betrieb aufgenommen. Die Standseilbahn verbindet den Ort künftig barrierefrei mit dem Salzberg. Gleichzeitig präsentierten die modernisierten Salzwelten die mehr als 7.000-jährige Geschichte des Hallstätter Salzabbaus in einer neuen Form.

Zum erweiterten Angebot sollen neue Aufenthaltsbereiche, das Bistro „Weitblick 7000“, eine Aussichtsterrasse und ein 300 Quadratmeter großer Flagship-Store gehören.

Die Salzwelten und die Doppelmayr Gruppe realisierten das Bahnprojekt gemeinsam. Carvatech aus Oberweis bei Gmunden fertigte die beiden Kabinen. Garaventa lieferte die Seilbahntechnik.

Jede Kabine fasse 60 Personen. Eine automatische Niveauregulierung halte die Fahrgasträume während der Fahrt waagrecht. Damit erleichtere die Bahn den barrierefreien Ein- und Ausstieg. Die großflächige Verglasung ermögliche den Blick auf Hallstatt, den Hallstätter See und die umliegende Berglandschaft.

Die Projektpartner mussten die topografischen und geologischen Bedingungen am Salzberg in die Planung einbeziehen. Die Arbeiten auf engem Raum verlangten eine detaillierte Vorbereitung und eine flexible Koordination der beteiligten Unternehmen.

„Die Realisierung der neuen Salzbergbahn war aufgrund der topografischen sowie geologischen Gegebenheiten ein sehr anspruchsvolles Projekt. Die Arbeiten auf engstem Raum erforderten eine intensive Planung und Flexibilität aller Beteiligten. Umso mehr freut es uns, dass wir gemeinsam mit den Salzwelten Hallstatt und allen Projektpartnern eine zukunftsfähige Lösung umsetzen konnten, welche den heutigen Anforderungen in Bezug auf Barrierefreiheit gerecht wird und den Gästen bereits auf dem Weg zum Bergwerk ein besonderes Erlebnis bietet“, sagte Damian Zenklusen, Projektleiter Verkauf bei Garaventa.

Carvatech nahm für die Gestaltung der Kabinen Bezug auf das Thema Salz. Die Formen sollen an Salzkristalle erinnern. Die großen Fenster sollen den Blick während der Fahrt auf den Hallstätter See und die Bergwelt lenken.

Auch die beiden Stationen erhielten eine eigenständige architektonische Gestaltung. Die Talstation füge sich als kompakter Baukörper in die UNESCO-Welterbelandschaft ein. Im Erdgeschoss mit Holzfassade sollen die Seilbahntechnik, die Kassenplätze und der Infostand liegen. Das transparente Obergeschoss öffne sich zu einer großen Besucherterrasse.

Helle Räume und lange Sichtachsen sollen die Orientierung unterstützen. Die Wege zu den einzelnen Bereichen schließen direkt an den Flagship-Store an. Die offene Bauweise halte die historische Umgebung aus den Besucherbereichen nicht heraus, sondern mache sie weiterhin sichtbar.

Die Bergstation setze einen verglasten Bahnsteig auf einen massiven Sockel. Vorgelagerte Holzlamellen sollen die Konstruktion prägen. Das Bistro mit seiner weitläufigen Terrasse biete den Blick in die Berglandschaft. Von der Station führe der Weg direkt in das Hochtal und zum Erlebnisweg.

„Architektur im Welterbe bedeutet, die Balance zwischen Respekt vor der Geschichte und einer modernen Baukultur zu finden“, erklärte Sigrid Aigner, Projektleiterin von Hasenauer.Architekten ZT GmbH. „Unser Ziel war eine zeitgemäße Architektur, die einer 7.000 Jahre alten Bauhistorie gerecht wird und gleichzeitig Platz für hochmoderne, komfortable Infrastruktur bietet. Ein derart anspruchsvolles Seilbahnprojekt konnte nur dank der engen Zusammenarbeit aller Beteiligten gemeistert werden.“

„Hinter uns liegen – ohne die mehrjährige Vorbereitung – 362 Tage intensiver Arbeit unter außergewöhnlich anspruchsvollen Bedingungen. Uns war es wichtig, nicht nur eine neue Seilbahn zu bauen, sondern das gesamte Besuchererlebnis am Salzberg weiterzuentwickeln. Mit der neuen Salzbergbahn und den modernisierten Salzwelten schaffen wir die Voraussetzungen dafür, dass die mehr als 7.000-jährige Salzgeschichte Hallstatts auch für kommende Generationen erlebbar bleibt“, betonte Kurt Thomanek, Vorstand für Bergbau und Tourismus der Salinen Austria AG.

Technische Daten der Salzbergbahn

  • Architektur: Hasenauer.Architekten ZT GmbH
  • Baujahr: 2026
  • Seehöhe Talstation: 515 Meter über Adria
  • Seehöhe Bergstation: 840 Meter über Adria
  • Höhendifferenz: 325 Meter
  • Streckenlänge: 593 Meter
  • Maximale Streckenneigung: 87,72 Prozent
  • Fahrgeschwindigkeit: 5,5 Meter pro Sekunde
  • Fahrzeugkapazität: 60 Personen
  • Förderleistung: 1.000 Personen pro Stunde
  • Fahrzeit: 2,6 Minuten
  • Durchmesser Zugseil: 45 Millimeter
  • Durchmesser Gegenseil: 22 Millimeter
  • Hersteller: Garaventa

Weitere Informationen: Faszination Salzwelten: 3 Ausflugsziele für die ganze Familie und Startseite – Doppelmayr Group

Bild © Salzwelten/Thomas Sattler – Bergstation Salzbergbahn Hallstatt