Berliner Herbst bringt neue Museen und Kulturangebote
visitBerlin hat auf zahlreiche Neueröffnungen und Premieren im Berliner Herbst hingewiesen. Das Angebot reicht von Museen und Ausstellungen über Opern- und Theaterproduktionen bis zu Restaurants, Hotels und Locations für Business-Events. Auch die Waldsiedlung Zehlendorf zählt zu den aktuellen Themen. Die UNESCO nahm die Siedlung vor wenigen Wochen in die Liste des Welterbes auf. Damit hat ein Beispiel der Berliner Moderne zusätzliche Aufmerksamkeit erhalten.
Vom 12. September bis zum 4. Oktober hat das Festival der Berliner Industriekultur erstmals zu Führungen und Erkundungstouren eingeladen. Die Veranstaltungen sollen zu historischen Industrieanlagen führen und Zugang zu Orten gewähren, die sonst nicht öffentlich zugänglich seien.
Ausstellungen beschäftigen sich mit Stadtgeschichte
In Kreuzberg eröffne das Mampe-Museum. Die Ausstellung zeichne die Geschichte der Berliner Spirituosenmarke nach.
BERLIN GLOBAL habe seine Ausstellungsflächen um „Time Machine Infinitum“ ergänzt. Das Angebot thematisiere queere migrantische Perspektiven auf die Stadt.
„Dialogue in the Dark“ soll am 15. Oktober starten. Die Besucher sollen sich durch verschiedene Alltagssituationen bewegen, ohne etwas zu sehen. Blinde und sehbehinderte Guides sollen den Rundgang begleiten.
Mit der Geschichte des Nationalsozialismus sollen sich zwei weitere Angebote befassen. Die Dauerausstellung „Kunst, Menschen, Macht“ im Schloss Schönhausen untersuchte die Rolle des Schlosses bei der Beschlagnahmung und Verwertung von Kunstwerken, die Nationalsozialisten als „entartet“ diffamierten.
Ein fast fünf Meter hoher bronzener Baum im Großen Tiergarten soll an die verfolgten und ermordeten Zeugen Jehovas erinnern. Das Mahnmal stehe nahe dem Goldfischteich. Dort nahm die Gestapo 1936 Mitglieder der Glaubensgemeinschaft fest.
Opernhäuser kündigen neue Produktionen an
Die Staatsoper Unter den Linden plane sechs Opernpremieren für die neue Spielzeit. Den Auftakt bilde am 26. September „La Vestale“. Im November folge „La Calisto“.
An der Deutschen Oper Berlin sollen sieben Neuproduktionen auf dem Spielplan stehen. Dazu sollen Stockhausens „Mittwoch aus Licht“ und Wagners „Der fliegende Holländer“ gehören. Milo Rau führe bei Wagners Werk Regie.
Die Komische Oper Berlin weiche für eine Produktion in den Flughafen Tempelhof aus. Dort bringe sie ab September Aribert Reimanns „Lear“ nach William Shakespeare auf die Bühne. Barrie Kosky inszeniere die Oper.
Das Deutsche Theater zeige am 25. September die Uraufführung von Jakob Heins Komödie „Wie Grischa mit einer verwegenen Idee beinahe den Weltfrieden auslöste“. Das Staatsballett Berlin interpretiere Ende November den Ballettklassiker „Der Nussknacker“ neu. Die Produktion greife Motive von E. T. A. Hoffmann auf.
Der Friedrichstadt-Palast soll im November die neue Young Show „SPOOKY Charlottenburg“ starten. Die Handlung spiele anlässlich des 250. Geburtstags der preußischen Königin Luise im Schloss Charlottenburg.
Neue Adressen für Gastronomie und Übernachtungen
Im Kant-Garagenpalast in Charlottenburg bündelte Dufte mehrere gastronomische Angebote. Zu dem Konzept gehörten Küchen, Bars, ein Café und eine Bäckerei. Kunst und Kultur ergänzten das Angebot. Auf der Speisekarte sollen unter anderem Pasta, Hummus, indisch-mexikanische Gerichte und neu interpretierte deutsche Klassiker stehen.
Die Big Mamma Group eröffnete mit Pamela ein Restaurant am Gendarmenmarkt. Bei Nichi Getsu in Friedrichshain stehe japanische Küche im Mittelpunkt. Das Restaurant serviere mittags unter anderem Sushi und Bara Chirashi. Abends biete es Nigiri-Omakase an einem kleinen Counter an.
The Dawn verbinde auf dem Dach des KALLE Neukölln All-day-Brunch mit einer Dachterrasse und einem Blick über den Stadtteil. Hausgemachte Pancakes sollen dort bis zum Abend auf der Karte stehen.
Auch neue Hotels haben das Berliner Übernachtungsangebot erweitert. Das Scandic Charlottenburg hat seit dem 1. August Gäste in der Nähe des Kurfürstendamms empfangen. Das renovierte Hotel verfüge über 214 Zimmer.
Am 1. September eröffne das June Six Hotel Berlin City West mit 84 Zimmern am Savignyplatz. Balkonzimmer und ein Penthouse mit Dachterrasse sollen sich in der siebten Etage befinden.
In der Nähe des Flughafens BER hat am 10. August das Candlewood Suites Berlin Airport den Betrieb aufgenommen. Die Studios und Suiten sollen über eine eigene Küche und einen Arbeitsbereich verfügen. Das Konzept richte sich an Gäste, die länger in Berlin bleiben.
In Neukölln entstand mit dem Estrel Tower ein 176 Meter hohes Gebäude mit Hotel, Apartments, Gastronomie sowie Event- und Büroflächen. Das Haus plane für Dezember ein Soft Opening. Zimmer sollen sich bereits buchen lassen.
Neue Locations für Tagungen und Firmenveranstaltungen
Mehrere neue Veranstaltungsorte erweiterten das Angebot für Business-Events. Die MOKKA*MILCH an der Karl-Marx-Allee hat Restaurant, Café und Bar mit Coworking- und Eventflächen verbunden. Bis zu 250 Personen sollen dort Platz finden.
Das OCTOGON Berlin am Leipziger Platz erstrecke sich über zwei Etagen und kann bis zu 600 Gäste aufnehmen. Die Flächen sollen sich für unterschiedliche Veranstaltungsformate eignen.
Der Punch L!ne Club Berlin am Potsdamer Platz nutze seine Comedy-Bühne auch für Business-Events. Dazu sollen Produktpräsentationen, Panel-Talks und Firmenfeiern zählen.
In Neukölln entwickelte sich NLND Berlin zu einem Innovationscampus für Wirtschaft, Wissenschaft und Start-ups. Rund 11.000 Quadratmeter Konferenzfläche sollen für bis zu 2.000 Teilnehmende zur Verfügung stehen. Der Campus soll Raum für Konferenzen, Ausstellungen und weitere Veranstaltungsformate bieten.
Weitere Informationen: Alles über Berlins offizielle Tourismus- und Kongressorganisation | about.visitBerlin.de
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