ADFC-Analyse: Drei niedersächsische Regionen unter den beliebtesten Radzielen

Niedersachsen zählte laut der aktuellen ADFC-Radreiseanalyse erneut zu den beliebtesten Radreiseländern in Deutschland. Das Bundesland belegte in allen Beliebtheitskategorien den zweiten Platz. Beim Radfahren im Urlaub erreichte Niedersachsen einen Anteil von 20,2 Prozent und lag damit hinter Mecklenburg-Vorpommern. Bei Radreisen mit drei und mehr Übernachtungen folgte es mit 22,5 Prozent auf Bayern, ebenso bei Reisen mit ein bis zwei Übernachtungen mit 20,0 Prozent.
Auch auf regionaler Ebene erzielte Niedersachsen Spitzenpositionen. Die niedersächsische Nordseeküste führte die Liste der meistbefahrenen Radregionen an, gefolgt von Ostfriesland auf Rang zwei. Die Region Grafschaft Bentheim – Emsland – Osnabrücker Land teilte sich den dritten Platz mit dem Bodenseegebiet. Unter den Radfernwegen übernahm der Elberadweg nach 2020 erneut die Führung, gefolgt vom Weser-Radweg auf Platz zwei.
„Wir gratulieren allen niedersächsischen Akteuren zu diesem hervorragenden Ergebnis und möchten auch allen herzlich danken, die sich tagtäglich dafür engagieren. Die anhaltende Beliebtheit unserer Radfernwege sowie unserer Reiseregionen spiegelt die hohe Qualität des niedersächsischen Radtourismus wider“, erklärte Meike Zumbrock, Geschäftsführerin der TourismusMarketing Niedersachsen (TMN). „Radfahren zwischen Nordsee und Harz ist eine hervorragende Art, unsere abwechslungsreichen Natur- und Kulturlandschaften zu erkunden. Gleichzeitig handelt es sich um eine sehr nachhaltige und klimafreundliche Art des Reisens. Insofern steckt darin unser großes Potential, sich im Wettbewerb auch zukünftig zu behaupten.“
Mit dem Kulturland Teufelsmoor sei eine weitere Region in Niedersachsen als ADFC-RadReiseRegion zertifiziert worden. Neben der HeideRegion Uelzen trage sie nun das Qualitätssiegel des ADFC. Das Wegenetz im Kulturland Teufelsmoor umfasse 640 Kilometer und 13 Themenrouten, von denen elf im Rahmen der Zertifizierung geprüft worden seien. Der ADFC hob insbesondere die vollständige Knotenpunktwegweisung, die verkehrsarme Routenführung und die gute Anbindung an den öffentlichen Verkehr hervor.
ADFC-RadReiseRegionen zeichneten sich laut Verband durch ein besonders gutes radtouristisches Angebot aus. Dazu zählten die Qualität der Wegeinfrastruktur, fahrradfreundliche Unterkünfte und ergänzende Services wie Mietstationen.
Auch mehrere niedersächsische Radfernwege sollen ADFC-Qualitätssiegel tragen. Die Artland-Rad-Tour im Osnabrücker Land sei mit drei Sternen ausgezeichnet worden. Der Weser-Radweg, die Grenzgängerroute Teuto Ems und die Friedensroute Münster–Osnabrück sollen jeweils vier Sterne erhalten haben. Zusammen mit den beiden zertifizierten RadReiseRegionen sollen sie für die hohe Qualität des niedersächsischen Radtourismus stehen und Radreisenden Orientierung bei der Wahl ihres Reiseziels bieten.
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