AUMA meldet Rückgänge bei Ausstellern und Standflächen zum Start 2026

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AUMA meldet Rückgänge bei Ausstellern und Standflächen zum Start 2026

 

Die deutsche Messewirtschaft verzeichnete zum Jahresauftakt 2026 erstmals rückläufige Kennzahlen bei Ausstellern und Standflächen. Das ging aus einer Prognose des Verbands der deutschen Messewirtschaft AUMA für das messestarke erste Quartal hervor. Demnach ist die Zahl der Aussteller im Vergleich zu den jeweiligen Vorveranstaltungen um 2,3 Prozent gesunken, die vermietete Standfläche um 4,6 Prozent. Die Besucherzahlen stiegen dagegen um 0,9 Prozent. Insgesamt stehen 2026 in Deutschland 319 Messen im Kalender. 120 Messen davon folgen im zweiten Halbjahr.

Die wirtschaftliche Lage des Messeplatzes Deutschland bilde am 9. Juni den Schwerpunkt des jährlichen Spitzentreffens der Branche in Berlin. Mehr als 330 Teilnehmende werden erwartet. Als Ehrengast kündigte der Verband Martina Englhardt-Kopf an, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundeslandwirtschaftsministerium.

Für 2025 meldete der AUMA noch durchweg steigende Werte. Auf 304 Messen habe der Verband rund 192.000 ausstellende Unternehmen gezählt, ein Plus von 0,7 Prozent. Die vermietete Standfläche habe bei über 6,9 Millionen Quadratmetern gelegen, das habe einem Zuwachs von 0,4 Prozent entsprochen. Die Besucherzahl sei um 1,9 Prozent auf mehr als 12,7 Millionen gestiegen.

Der Verband verwies dabei auf die internationale Beteiligung. 2025 sollen mehr als 99.000 Unternehmen aus dem Ausland in Deutschland ausgestellt haben, ein Plus von 1,5 Prozent. Bei den internationalen Besucherinnen und Besuchern habe der AUMA fast 2,8 Millionen registriert, ein Zuwachs von 2,9 Prozent. Nach Angaben des Verbands seien 66 Prozent aller Aussteller und mehr als 33 Prozent aller Besucher aus dem Ausland gekommen.

AUMA-Vorsitzender Philip Harting erklärte: „Es ist eine bemerkenswerte Resilienz in turbulenten Zeiten: Das Messeland Deutschland bleibt Weltspitze beim internationalen Publikum. Doch die Wirtschaftsflaute in Deutschland sorgt für immer mehr Vorsicht und Zurückhaltung. Eine echte Wirtschaftspolitik für die heimischen Unternehmen muss bis zum Jahresende spürbar werden. Der schleichende Abbau von Außenwirtschaftsförderung, hohe Standortkosten und überbordende Berichtspflichten sind verzichtbare, hausgemachte Probleme. Angesichts der Eskalation von Krisen und Konflikten weltweit schlagen diese zusätzlich auf Zukunftsinvestitionen wie Messeteilnahmen durch. Kontinuierlich steigende Besucherzahlen zeigen jedoch, dass der Treff- und Knotenpunkt Messe dringend notwendig ist, um im Gespräch zu bleiben.“

China habe 2025 die Rangliste der Aussteller-Nationen mit einem Anteil von mehr als 18 Prozent angeführt. Es sollen Italien mit rund 11 Prozent und die Niederlande mit 5 Prozent gefolgt sein. Dahinter sollen Spanien mit 4,5 Prozent sowie die USA und die Türkei mit jeweils 4,4 Prozent gelegen haben. Bei den ausländischen Besucher-Nationen habe der AUMA die Niederlande mit 7,3 Prozent, Österreich mit 7,1 Prozent, Italien mit 6,8 Prozent und die Schweiz mit 6,4 Prozent genannt. China sei mit 4,5 Prozent ebenfalls in den Top 5 gelegen.

Trotz der konjunkturellen Unsicherheit sollen die Messeplätze in Deutschland bis 2030 Investitionen von rund einer Milliarde Euro in ihre Infrastruktur planen. Das sei aus einer aktuellen AUMA-Erhebung hervorgegangen. 2025 registrierte der Verband zudem zwölf neue Messeformate, vor allem im Investitionsgüterbereich. Für das laufende Jahr seien weitere elf Messepremieren vorgesehen.

 

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Bild: © Messe München/Markus Broenner