AUMA-Aussteller-Ausblick zeigt stabile Messeplanungen bis 2027

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AUMA-Aussteller-Ausblick zeigt stabile Messeplanungen bis 2027

 

Ausstellende Unternehmen in Deutschland planen ihre Messebeteiligungen trotz wirtschaftlicher Schwächephasen weiterhin stabil. Das zeigte der veröffentlichte Bericht „AUMA-Aussteller-Ausblick 2026/2027: Zwischen Wirkung und Wirtschaftlichkeit“. Rund 59 Prozent der regelmäßig befragten 400 Unternehmen wollen ihre Messeaktivitäten konstant halten. Die durchschnittliche Zahl der Messebeteiligungen sank von 5,4 im Zeitraum 2024/2025 auf prognostizierte 5,1 für 2026/2027.

Laut AUMA sollen sich Aussteller stärker auf weniger, dafür strategisch relevante Messen konzentrieren. Die Bedeutung ist hoch geblieben. 97,5 Prozent der Unternehmen sollen Messen weiterhin als unverzichtbare Plattform für Austausch, Innovation und Geschäftsanbahnung gesehen haben. Die strategische Ausrichtung variierte je nach Unternehmensmerkmalen, Branche und Art der Messe.

Jörn Holtmeier, Geschäftsführer des Verbands der deutschen Messewirtschaft AUMA, sagte: „Unser jährlicher Aussteller-Ausblick zeigt, dass Unternehmen trotz der unsicheren Welt- und Wirtschaftslage mehrheitlich auf ihre Messebeteiligungen schwören. Das unterstreicht die hohe Bedeutung von Messen im Marketing-Mix, auch in Phasen großer wirtschaftspolitischer Unsicherheiten. Viele Aussteller investieren stärker in die Qualität ihrer Auftritte. Messeaktivitäten werden gezielter geplant, stärker priorisiert und konsequenter an klar definierten Zielen ausgerichtet. Ausstellen wird stärker auf Wirkung und Wirtschaftlichkeit geprüft.“

Nach Angaben des AUMA zählten Messen zu den wichtigsten Marketinginstrumenten. 77,5 Prozent der Befragten sollen Messebeteiligungen als besonders relevant bewertet haben. Sie sollen damit ein Niveau erreicht haben, das vergleichbar mit dem persönlichen Verkauf gewesen sei und deutlich über vielen digitalen oder klassischen Werbeformaten gelegen habe.

Messen seien vor allem in Branchen mit komplexer Fachkommunikation bedeutsam. Produktionsunternehmen sollen Messen mit 84,3 Prozent am häufigsten als wichtig oder sehr wichtig bewertet haben. Der Handel habe 72,9 Prozent erreicht, Dienstleistungsunternehmen 66,3 Prozent. Steigende Kosten sollen die größte Herausforderung dargestellt haben. 64,1 Prozent der Befragten sollen erhöhte Ausgaben als zentrales Problem genannt haben. 54,5 Prozent sollen sich durch die wirtschaftliche Lage in Deutschland unter verstärktem Budgetdruck gesehen haben.

Der Bericht basiere auf einer jährlichen Befragung von 400 ausstellenden Unternehmen aus Deutschland. Die Erhebung sei im November 2025 durchgeführt worden. Befragt worden seien Führungskräfte, die für Marketing- und Messeentscheidungen verantwortlich seien. Im Mittelpunkt standen geplante Veränderungen bei Messebeteiligungen, Budgets, strategischen Prioritäten und Bewertungsmaßstäben für 2026/2027 im Vergleich zu 2024/2025.

Der kommende Kongress der ausstellenden Wirtschaft greife diese Themen auf. Der M1 – Zukunftskongress Messe 2026 soll am 28. und 29. September in Köln stattfinden. Im Vorjahr kamen rund 100 Unternehmen zur Premiere in Frankfurt am Main zusammen.

 

Mehr InformationenAUMA – Verband der deutschen Messewirtschaft | AUMA

Bild: © NürnbergMesse / Frank Boxler – Messen sind besonders relevant in Branchen mit komplexer Fachkommunikation, geht aus dem jetzt veröffentlichten AUMA-Aussteller-Ausblick 2026/2026 hervor.