Bayerischer Heilbäder-Verband: Prädikat „Bad“ bleibt Markenkern im Gesundheitstourismus

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Bayerischer Heilbäder-Verband: Prädikat „Bad“ bleibt Markenkern im Gesundheitstourismus

 

Die bayerischen Heilbäder und Kurorte wollen 2026 weiterwachsen. Das Prädikat „Bad“ soll dabei Markenzeichen, Standortfaktor und Qualitätsversprechen zugleich bleiben. Darauf wies der Bayerische Heilbäder-Verband (BHV) bei seiner Vorstandssitzung in Bad Tölz hin.

Der Verband vertrete mehr als 70 Heilbäder, Kurorte und Kurbetriebe im Freistaat. Der Bad Tölzer Bürgermeister Dr. Ingo Mehner betonte die strategische Bedeutung des Prädikats für seine Stadt. Mit rund 335.000 Übernachtungen jährlich zählte Bad Tölz zu den erfolgreichen Tourismusstandorten im oberbayerischen Voralpenland. Die Stadt habe auf nachhaltige Entwicklung und hochwertigen Gesundheitstourismus gesetzt.

Das Prädikat „Bad“ bleibe ein zentraler Markenkern und biete einen hohen Mehrwert, so Mehner. Es stehe für geprüfte Qualität, medizinische Kompetenz und ein Profil, das über klassischen Urlaub hinausreiche. Besonders im Alpenraum sei verantwortungsbewusstes Wachstum entscheidend, um Tourismus, Natur und Lebensqualität in Einklang zu halten.

Nach Angaben des BHV verzeichneten Bayerns Heilbäder und Kurorte im Jahr 2025 rund 23 Millionen Übernachtungen und 5,6 Millionen Gästeankünfte. Damit entfiel fast jede vierte Übernachtung im Freistaat auf diese Orte. Die Zahlen lagen rund ein Prozent über dem Vorjahr. „Damit sind die Kur- und Heilbäder stärker gewachsen als der bayerische Tourismus insgesamt“, sagte BHV-Präsident Peter Berek.

Der Gesundheits- und Präventionstourismus bleibe ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, insbesondere im ländlichen Raum. Rund 100.000 Arbeitsplätze, 4,5 Milliarden Euro Wertschöpfung und 465 Millionen Euro Steuereinnahmen hingen laut Verband direkt oder indirekt an der Branche. „Unsere Mitgliedsorte stehen für geprüfte Qualität, nachhaltige Strukturen und eine enge Verzahnung von Tourismus und Gesundheitswesen“, erklärte BHV-Geschäftsführer Frank Oette.

Zugleich bekräftigte der Verband seine Forderung nach einem finanziellen Ausgleich für die besonderen Pflichtaufgaben prädikatisierter Orte. Das Prädikat sei mit hohen Anforderungen, Investitionen und dauerhaften Qualitätsstandards verbunden. „Wer höchste Qualität im Gesundheitstourismus erwartet, muss diese auch dauerhaft absichern“, so Berek.

Für 2026 plane der Verband eine konsequente Weiterentwicklung seiner Strategie. Im Fokus stehen Prävention, Resilienz und Longevity, wissenschaftlich fundierte Naturheilverfahren sowie Konzepte, die Gesundheitsangebote mit modernen Lebens- und Arbeitswelten verbinden. Diese Themen sollen auch den Schwerpunkt der Frühjahrstagung des BHV am 15. und 16. April in Oberstdorf bilden.

 

Mehr InformationenHerzlich willkommen beim Bayerischen Heilbäder-Verband e.V.!

Bild: © Stadt Bad Tölz – Der Bad Tölzer Bürgermeister Dr. Ingo Mehner machte am konkreten Beispiel deutlich, welche strategische Bedeutung das Prädikat für seinen Ort hat. Bad Tölz zählt mit rund 335.000 Übernachtungen jährlich zu den erfolgreichen Tourismusstandorten im oberbayerischen Voralpenland - und setze dabei bewusst auf nachhaltige Entwicklung und hochwertigen Gesundheitstourismus.