Safeture und Riskline veröffentlichen aktualisierte LGBTQ-Risikoanalyse für Reisende

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Safeture und Riskline veröffentlichen aktualisierte LGBTQ-Risikoanalyse für Reisende

 

Safeture und Riskline haben die LGBTQ Risk Map 2026 veröffentlicht. Die kostenlose Karte ordnete 233 Länder und Territorien nach dem Risiko ein, dem LGBTQ-Reisende bei Auslandsaufenthalten ausgesetzt sein können. Nach Angaben der Anbieter hat sich die Lage in mehreren Staaten innerhalb eines Jahres verschlechtert. Als Ursachen nannten sie neue Gesetze, Einschränkungen bestehender Rechte und politische Entwicklungen.

Die Analyse habe 91 Länder als Hochrisikogebiete eingestuft. Für 62 Staaten habe die Karte ein mittleres Risiko ausgewiesen. 80 Länder sollen als risikoarm gegolten haben.

Im Vergleich zur Ausgabe 2025 bewertete die Karte Belarus, Burkina Faso, Indien, Japan, Kasachstan, Senegal, die Slowakei und die USA schlechter. Riskline und Safeture verwiesen auf rechtliche Änderungen und strengere Vorgaben, darunter Regelungen zu Strafen sowie zur Anerkennung geschlechtlicher Identitäten und Reisedokumente.

Regional sah die Karte deutliche Unterschiede. Westeuropa ordnete die Analyse durchgängig der niedrigsten Risikostufe zu. Der Nahe Osten und Nordafrika seien laut Karte eine Hochrisikoregion geblieben. Israel führte die Analyse dort mit geringem Risiko, der Libanon sei im mittleren Bereich gelegen.

In Subsahara-Afrika sei die Lage aus Sicht der Autoren angespannt geblieben. Rund 80 Prozent der bewerteten Länder sollen in die höchste Risikokategorie gefallen sein. Als Beispiele für eine Verschärfung der Rechtslage nannte die Analyse Burkina Faso und Senegal. In Burkina Faso soll nach dem Militärputsch von 2022 erstmals ein Gesetz zur Kriminalisierung homosexueller Handlungen eingeführt worden sein. In Senegal sollen sich die Haftstrafen für gleichgeschlechtliche Beziehungen verdoppelt haben.

Für Europa und Eurasien nannte die Analyse unter anderem Kasachstan und die Slowakei. In Kasachstan sollen neue Beschränkungen Informationen über sogenannte nicht-traditionelle sexuelle Orientierungen betroffen haben. In der Slowakei habe der Gesetzgeber die Rechte gleichgeschlechtlicher Paare weiter begrenzt. In Belarus verwies die Karte auf ein Gesetz gegen sogenannte LGBT-Propaganda, das Geldstrafen oder Verhaftungen ermöglichen könne.

In Asien führte die Analyse Indien und Japan an. In Indien soll ein neues Gesetz die bisher mögliche Selbstidentifikation von Transgender-Personen einschränken. In Japan habe ein Gericht die Verfassungsmäßigkeit des Verbots gleichgeschlechtlicher Ehen bestätigt.

Für Nordamerika verwies die Karte auf geänderte Vorgaben in den USA. Demnach sollen Reisepässe künftig nur noch das bei der Geburt zugewiesene Geschlecht ausweisen. Der Eintrag „X“ werde nicht mehr anerkannt.

Neben Rückschritten nannte die Analyse auch Verbesserungen. Botswana und St. Lucia hätten Gesetze abgeschafft, die gleichgeschlechtliche Beziehungen zwischen Männern kriminalisierten. Beide Länder erhielten dadurch eine bessere Einstufung.

Die LGBTQ Risk Map 2026 richte sich an Unternehmen, Travel Manager und Reisende und soll als Orientierung für die Reiseplanung dienen.

 

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Bild: © Safeture – Die neue LGBTQ Risk Map von Safeture und Riskline wird zum kostenlosen Download zur Verfügung gestellt.