Bitkom-Befragung: 29 Prozent sehen Führungskräfte durch Künstliche Intelligenz ersetzbar

Knapp ein Drittel der Beschäftigten in Deutschland war überzeugt, dass Künstliche Intelligenz die eigene Führungskraft ersetzen könnte. Das hat eine repräsentative Befragung des Digitalverbands Bitkom ergeben.
29 Prozent sollen ihre Vorgesetzten für durch KI ersetzbar gehalten haben. Gleichzeitig habe fast jeder Vierte die eigene Tätigkeit als weitgehend ersetzbar eingeschätzt. Jeder Fünfte habe bereits beobachtet, dass Stellen im eigenen Unternehmen nicht mehr nachbesetzt oder abgebaut werden, weil KI die Aufgaben übernehme.
Susanne Dehmel, Mitglied der Bitkom-Geschäftsleitung, hat darin eine Reaktion auf den Fachkräftemangel gesehen: „Aufgrund der demografischen Entwicklung wird es in Deutschland in den kommenden Jahren mehr Arbeit als Arbeitskräfte geben. KI wird eine Antwort auf die sich abzeichnende Arbeitskräftelücke sein. Unternehmen und Politik müssen die Gesellschaft auf die neue KI-gestützte Arbeitswelt vorbereiten, Menschen gezielt qualifizieren und transparent machen, welche Aufgaben sich verändern."
38 Prozent der Erwerbstätigen habe nach eigenen Angaben Zugang zu KI-Anwendungen des Arbeitgebers. 27 Prozent sollen diese aktiv genutzt haben, weitere 11 Prozent haben Zugriff, verwendeten die Werkzeuge aber nicht. Für knapp ein Drittel habe der Arbeitgeber keine KI-Anwendungen bereitgestellt. 26 Prozent seien sich unsicher gewesen, ob das Unternehmen entsprechende Angebote mache.
Bitkom Research habe zwischen Februar und März 2026 insgesamt 1.003 Personen ab 16 Jahren in Deutschland, darunter 550 Erwerbstätige, befragt.
Mehr Informationen: Startseite Bitkom e. V.
Bild: © Bitkom e. V.