Frankfurt am Main hat einen neuen Masterplan Tourismus

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Frankfurt am Main

 

Bis 2019 konnte der Tourismusstandort Frankfurt am Main alljährlich Übernachtungsrekorde verbuchen. Um diese Erfolge zu sichern und weiter auszubauen, hatte der Tourismusbeirat der Stadt Frankfurt am Main unter dem Vorsitz von Oberbürgermeister Peter Feldmann entschieden, einen touristischen Masterplan 2030 zu entwickeln. Von den Rekordzahlen ist man jedoch mittlerweile weit entfernt.

Mit Ausschreibung und Abwicklung des Masterplans wurde die städtische Tourismus+Congress GmbH Frankfurt am Main (TCF) betraut. Den Auftrag zu Erarbeitung erhielten Project M und dwif-Consulting. Die Ergebnisse der Image- und Potentialanalysen wurden jetzt im Rahmen einer virtuellen Pressekonferenz mit Oberbürgermeister Feldmann und dem TCF-Geschäftsführer Thomas Feda vorgestellt.

„Bei Tourismus geht es nicht nur um nackte Zahlen, sondern auch um das Image einer Stadt. Wofür steht Frankfurt? Was macht uns als Stadt aus – und damit für Besucherinnen und Besucher attraktiv? Hier setzt der Masterplan an. Ziel ist, den Wirtschafts- und Imagefaktor Tourismus nachhaltig zu stärken. Mit Angeboten, die noch stärker auf die unterschiedlichen Bedürfnisse unserer Gäste eingehen – und mit denen wir national wie international ein Ausrufezeichen setzen“, sagte Feldmann. Der Masterplan soll mittels einer gemeinsamen Vision und Positionierungsstrategie einen Handlungsleitfaden bis 2030 darstellen und wichtige Schlüsselprojekte für die Tourismusentwicklung herausstellen.

Gerade auch aufgrund der pandemiebedingten Einbrüche im Tourismus verfolge der Masterplan das Ziel, die Entwicklungsperspektiven mit den nun kurzfristig notwendigen Recovery-Strategien zusammenzuführen. „Am Anfang stand eine umfassende Analyse, an der Expertinnen und Experten aus Tourismuswirtschaft, Verwaltung, Politik und Kultur ebenso beteiligt waren wie Laien – in Form verschiedener Gäste- und Bürger/innenbefragungen“, erläuterte der Oberbürgermeister.

Das Ergebnis: Ein integrierter Handlungsrahmen mit zehn strategischen Handlungsfeldern sowie 100 konkreten Empfehlungen und Vorschlägen für eine stadtweit abgestimmte Tourismusstrategie und Tourismuspolitik. Die gemeinsame Mission für den Tourismus in Frankfurt am Main lautet: "Der Tourismus ist wichtiger Attraktivitätsfaktor, kreativer (Im)Pulsgeber und wirkungsvoller Imageträger für Frankfurt am Main. Er schafft Identifikation, sichert Kultur und Tradition, ist wichtiger Wirtschaftsfaktor und macht die Stadt als junge, dynamische Wirtschafts- und Kulturmetropole in all ihren Facetten erlebbar."

Daraus ließen sich zwei Visionen ableiten, die Frankfurt bis 2030 verwirklichen will:

  • Frankfurt am Main will zu den Top 10 der angesagten Kunst- und Kulturmetropolen Europas aufsteigen.
  • Frankfurt am Main ist, bezogen auf die wichtigsten Zukunftsökonomien, die führende Tagungs- und Kongressdestination Deutschlands. Die Stadt schließt zu den Top-10-Destinationen in Europa auf – bei gleichzeitigem Ausbau der internationalen Wahrnehmung.

Perspektivisch würden neben qualitativen auch quantitative Wachstumsziele angestrebt. So sollen die Übernachtungszahlen bis 2025 wieder auf das Niveau von 2019 gesteigert werden. „Das können wir nur im Schulterschluss erreichen. Das Zusammenwirken aller Partner aus Kultur, Wirtschaft, Wissenschaft und Politik ist für die erfolgreiche Umsetzung der Handlungsempfehlungen des Masterplans entscheidend“, lautete der abschließende Appell des Oberbürgermeisters.

Eine Zusammenfassung der Studie findet sich unter https://www.frankfurt-tourismus.de/Presse/Publikationen/Geschaeftsberichte-Studien .

Bild: Getty Images Pro / Canva