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Beethoven-Jubiläumsjahr offiziell eröffnet

am . Veröffentlicht in Städte- und Kulturtourismus

Beethoven denkmal bonn

 

Mit einem Festakt in Bonn haben am Montagabend offiziell die Jubiläumsfeierlichkeiten zum 250. Geburtstag von Ludwig van Beethoven begonnen.

Einen Tag vor dem 249. Tauftag des Komponisten fanden die Feierlichkeiten mit rund 1.000 Gästen im Opernhaus des Theater Bonn, der offiziellen Spielstätte des Jubiläums, statt.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters hielt im Rahmen des Abendprogramms die Festrede: „Die Auseinandersetzung mit dem Visionär, Humanisten und überzeugten Europäer Ludwig van Beethoven ist heute aktueller denn je. Beethoven war schon zu Lebzeiten eine Legende: ein Künstler, der mit seiner Radikalität, gegen Takt und Konvention komponierend, Grenzen sprengte und der damit ein breites Publikum begeisterte. Bis heute berührt, bewegt, begeistert und verbindet seine Musik Menschen aller Länder und Kontinente. Er war einer der ersten weltweit verehrten ‚Mega-Stars‘ – das hilft, ihn gedanklich in die heutige Zeit zu holen. Beethovens Resonanz in unserer Gegenwart nachzuspüren - darum soll es im bevorstehenden Beethoven-Jubiläumsjahr gehen.“

Das von der Beethoven Jubiläums GmbH koordinierte Veranstaltungsprogramm BTHVN2020 steht unter dem Motto „Beethoven neu entdecken“ und umfasst deutschlandweit mehr als 300 Projekte und tausende Veranstaltungen. Zentrum des Geschehens ist Bonn als Geburtsstadt des weltberühmten Komponisten.

Ministerpräsident Armin Laschet sagte in seinem Grußwort: „Mit dem Jubiläumsjahr wollen wir dem Jahrhunderttalent Beethoven ein Forum geben und gleichzeitig auch den Kulturstandort Nordrhein-Westfalen in seiner ganzen Fülle hervorheben.“ Auch Oberbürgermeister der Bundesstadt Bonn, Ashok Sridharan, betonte in seiner Ansprache: „Beethoven gehört der ganzen Welt, der ganzen Menschheit. Er ist die Verkörperung einer universellen Sprache, der Musik, die weltweit Menschen begeistert und berührt. Bonn fühlt sich aufgrund seiner Geschichte, als Geburtsstätte des Grundgesetzes, als Bundesstadt, Wissenschaftsstadt und als deutsche Stadt der Vereinten Nationen zu der Auseinandersetzung mit den großen Themen unserer Zeit verpflichtet.“

Ganz im Sinne des Jahresmottos spannten die hochkarätigen künstlerischen Darbietungen der Feierlichkeiten einen Bogen, der weit über die Klassik hinaus ging – von Jazz bis zur Weltmusik, von instrumentaler Virtuosität bis Gesang: Das Beethoven Orchester Bonn unter der Leitung von Bonns Generalmusikdirektor Dirk Kaftan spielte die „Leonoren“-Ouvertüre III op.72b und die „Chorfantasie“ op. 80. Eine musikalische Collage des bekannten britischen Schriftstellers Paul Griffiths befasste sich mit der Relevanz Beethovens in der heutigen Zeit. Mit dabei waren außerdem der Tschechisch Philharmonische Chor Brno (Petr Fiala, Chorleitung und Einstudierung), die Sopranistin Ilse Eerens, die Pianistin Olivia Trummer und der Schauspieler Matthias Brandt. Moderne DJ Beats und Weltmusik des Kulturmanagers Darius Darek Roncoszek, der 2020 mit dem World Beathoven Project ganz besondere Interpretationen und Sequenzen aus Beethovens Werken von Bonn in die Welt trägt, vollendeten bei der Aftershow-Party den musikalischen Spagat.

Malte Boecker, künstlerischer Geschäftsführer der Beethoven Jubiläums GmbH, sagte zum Auftakt der Jubiläumsfeierlichkeiten: „2020 wollen wir nicht nur Beethovens Werke und seine Visionen hochleben lassen, wir wollen ihn neu entdecken und erlebbar machen. Ich hoffe, wir können mit der Vielzahl und dem Facettenreichtum des Jubiläumsprogramms zeigen, dass es bei Beethoven ganz viel zu entdecken gibt und dass sein Geist und seine Kraft noch heute Relevanz haben.“

www.bthvn2020.de

Bild: Lichtkunstinstallation "Der Bürger" © Beethoven Jubiläums GmbH

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