Mountainbike-Angebot im radrevier.ruhr soll ausgebaut werden

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Mountainbiker Halde

 

Das radrevier.ruhr ist seit 2021 die erste durch den Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) zertifizierte urbane RadReiseRegion und mit seiner Mischung aus ehemaligen Bahntrassen, landschaftlich schönen Kanaluferwegen und Industriedenkmälern für Radreisen wie Tagestouren gleichermaßen geeignet. Jetzt soll auch das Mountainbike-Angebot wachsen.

Abseits der bekannten und beliebten Radwege, in Wäldern und auf Halden, treffe man demnach auch im Ruhrgebiet vermehrt Mountainbike-Sportlerinnen und Sportler an. Sie stehen im Fokus einer neu geschlossenen Kooperation zwischen der Ruhr Tourismus GmbH (RTG) und der Deutschen Initiative Mountainbike e.V. (DIMB). Die DIMB wurde 1991 von Mountainbiker*innen, Händlern und Herstellern als gemeinnütziger Verein gegründet. Der Verband setzt sich für eine Förderung des umweltverträglichen MTB-Sports ein. Dazu gehören die direkte Lobbyarbeit in den Bundes- und Länderparlamenten sowie die Arbeit in Gremien und Verbänden, um bei gesetzlichen Regelungen die Interessen von Biker/innen zu vertreten.

Ziel der Zusammenarbeit mit der RTG sei es, die Möglichkeiten zur Ausübung des Mountainbike-Sports im Ruhrgebiet sowohl quantitativ als auch qualitativ zu verbessern und auszuweiten. Die Voraussetzungen dafür seien gut, finde man doch im Ruhrgebiet mit den ehemaligen Abraumhalden des Steinkohlebergbaus zahlreiche künstliche Erhebungen. Hier seien schon jetzt einige spannende und überraschende Trails zu finden, aus denen einer besonders heraussteche: Der Landschaftspark Hoheward und die benachbarte Halde Hoppenbruch zwischen Herten und Recklinghausen bieten zusammen 11 Kilometer Mountainbikestrecke mit zusammen über 270 Höhenmetern – enstanden unter maßgeblicher Beteiligung des Freeride Club Herten e.V.. Zudem hat der Regionalverband Ruhr zuletzt auch in der Haard („Haard on Tour“) sowie auf der Schurenbachhalde („Brammen.Trail“) und der Halde Norddeutschland („Sparkassen-Trail“) weitere Angebote für Mountainbiker geschaffen.

Axel Biermann, Geschäftsführer der Ruhr Tourismus GmbH, meint: „Mit den etablierten Mountainbike-Destinationen in den deutschen Mittelgebirgen und im alpinen Raum können und wollen wir nicht mithalten. Das Pfund, mit dem wir wuchern können, ist unser Alleinstellungsmerkmal, die Industriekultur. Dazu kommen starke Quellmärkte wie die Region selbst, die Rheinschiene und BeNeLux, für die das Ruhrgebiet schnell und unkompliziert zu erreichen ist. Mit dem Know-How und den guten Kontakten der DIMB im Rücken streben wir an, die legalen Mountainbike-Angebote in der Region hochwertig und nachhaltig auszubauen.“

Florian Pätzold, Sprecher der DIMB Ruhrgebiet, ergänzt: „Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit der RTG und dem radrevier.ruhr und sind davon überzeugt, dass die Interessen und Aktivitäten sowohl der DIMB als auch der RTG harmonieren und ein enormes Synergiepotential besteht. Dabei liegt auch der Fokus auf weiteren Kooperationen mit Herstellern und Produzenten aus der Fahrradindustrie, so dass sie die geplanten Trails mit unterstützen können. Wir sind der Ansprechpartner aller Mountainbiker im Ruhrgebiet - egal ob Mitglied oder nicht.“

Bei der Kooperation zwischen RTG und DIMB handelt es sich um eine ideelle Kooperation, in deren Rahmen keine finanziellen Mittel fließen. Die DIMB stellt der RTG ihr Netzwerk und ihre Expertise zur Verfügung und steht der RTG bei ihrem Vorhaben, mit den Mountainbike Sportlerinnen und Sportlern eine neue Zielgruppe für das radrevier.ruhr zu erschließen, beratend zur Seite.

https://www.radrevier.ruhr

Bild: RTG / Pascal Tönnissen