Tourismusforum Oberbayern 2026: Fachveranstaltung diskutiert Zukunft eines barrierefreien Tourismus
Wie ein zugänglicher und erlebbarer Tourismus gestaltet werden kann, stand im Mittelpunkt des Tourismusforums Oberbayern 2026. Die Veranstaltung fand am 23. März im Marriott Munich City West statt. Unter dem Schwerpunkt Tourismus der Zukunft – einer für alle tauschten sich Vertreter aus Tourismus, Wirtschaft und Politik zu Entwicklungen, Anforderungen und Lösungsansätzen im barrierefreien Tourismus aus. Veranstalter waren Tourismus Oberbayern München gemeinsam mit der IHK für München und Oberbayern sowie dem Bayerischen Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA Bayern.
Staatsministerin Ulrike Scharf hob zur Eröffnung die gesellschaftliche und wirtschaftliche Bedeutung des Themas hervor. Sie erklärte: „Freistaat und Tourismus – das ist ein seit Jahrzehnten bewährtes Match. Bayern ist in allen Jahreszeiten das beliebteste deutsche Urlaubsziel. Der Tourismus ist damit ein bedeutender Wirtschafts- und Standortfaktor. Er steht für Wertschöpfung, Arbeitsplätze und eine funktionierende Infrastruktur. Zukunftsorientierter Tourismus ebnet auch barrierefreien Angeboten den Weg. Davon profitieren Menschen mit Behinderung, Senioren und Familien mit Kindern ebenso wie Gastronomie, Hotellerie und Tourismus. Inklusive Angebote vergrößern die Zielgruppe, verbessern die Attraktivität und steigern langfristig die Einnahmen. Das Tourismusforum Oberbayern leistet mit seiner Veranstaltung einen wichtigen Beitrag, um zukunftsweisende Entwicklungen voranzutreiben, und allen Menschen Erholung, Begegnung und neue Eindrücke in Bayern zu ermöglichen. Reisen bleibt eine Faszination – wir tauchen ab in andere Welten, fernab unseres Alltags, erleben eine Auszeit von Pflichten, Terminen und Stress. Die Menschen sind während dieser Zeit des Jahres glücklich und zufrieden.“
René Mooren, General Manager des Munich Marriott City West, begrüßte die Teilnehmenden und stellte Aktivitäten des Hauses im Bereich Barrierefreiheit vor. Das Hotel sei nach den Kriterien der Kennzeichnung Reisen für Alle klassifiziert.
Den fachlichen Einstieg übernahm Monica Tetzner von der Bayern Tourismus Marketing. Sie zeigte unter dem Titel Tourismus für alle lohnt sich: Zahlen, die zum Umdenken bewegen das wirtschaftliche Potenzial barrierefreier Angebote auf und stellte relevante Zielgruppen vor. Anschließend präsentierten Vertreter aus Betrieben und Destinationen konkrete Beispiele.
Kerstin Skudrin vom Aura-Hotel in Saulgrub stellte ein Hotelkonzept vor, das sich vollständig auf zugängliches Reisen ausrichtet. Thorsten Schär von der Regionalentwicklung Oberland berichtete über barrierefreie Angebote in der Alpenregion Tegernsee Schliersee und leitete Erkenntnisse aus zehn Jahren Entwicklung ab. Ergänzend erläuterte Andreas Schreieck von der Bezirksforstinspektion Reutte Maßnahmen für mobilitätsfreundliche Wanderwege. Kord Simons von der Bayerischen Eisenbahngesellschaft informierte über aktuelle und geplante Schritte zur Barrierefreiheit im bayerischen Schienenpersonennahverkehr.
Christian Bär, oberbayerischer Bezirksvorsitzender des DEHOGA Bayern, unterstrich die Bedeutung der Zugänglichkeit touristischer Angebote: „Gerade in einer starken Tourismusregion wie Oberbayern ist es entscheidend, dass unsere Angebote für möglichst viele Menschen zugänglich sind. Barrierefreiheit bedeutet dabei nicht nur mehr Komfort für Gäste mit Einschränkungen, sondern steigert insgesamt die Qualität unserer touristischen Infrastruktur. Das Tourismusforum bietet eine hervorragende Plattform, um gute Beispiele aus der Praxis sichtbar zu machen und Betriebe für dieses wichtige Thema zu sensibilisieren. Ich freue mich, wenn Oberbayern da mit gutem Beispiel voran geht.“
In der abschließenden Podiumsdiskussion diskutierten Vertreter aus Tourismus, Infrastruktur und Politik über die zukünftige Ausgestaltung eines inklusiven Tourismus. Im Fokus stand die Frage, wie Angebote entlang der gesamten touristischen Wertschöpfungskette stärker auf unterschiedliche Zielgruppen ausgerichtet werden können.
Oswald Pehel, Geschäftsführer von Tourismus Oberbayern München, betonte die Notwendigkeit gemeinsamer Aktivitäten: „Tourismus für alle gelingt nur gemeinsam. Genau deshalb bringen wir beim Tourismusforum Akteure aus Destinationen, Hotellerie und Politik zusammen. Die Beispiele aus der Praxis zeigen: Barrierefreiheit steigert nicht nur die Qualität für Gäste, sondern eröffnet auch neue Chancen für unsere Betriebe. Oberbayern hat hier großes Potenzial – und wir wollen diesen Weg als Region konsequent weitergehen.“
Martin Drognitz aus der Hauptgeschäftsführung der IHK für München und Oberbayern hob die wirtschaftlichen Chancen hervor: „Wir brauchen mehr barrierefreien und inklusiven Tourismus – denn wir alle sind die Gewinner dieser Entwicklung! Tourismusregionen, die barrierefreie Angebote für jedermann anbieten, sind einerseits attraktiver für Familien, ältere Reisende und Menschen mit Handicap. Anderseits wächst dieser Markt, es gibt also mehr Nachfrage und damit auch mehr Umsatz, wenn man diesen Weg mitgeht. Wenn eine Region die Barrierefreiheit konsequent umsetzt und alle Interessen berücksichtigt, positioniert sie sich als moderner, inklusiver und zukunftsorientierter Standort. Damit wird sie auch für Fachkräfte und Investoren attraktiver. Wenn wir alle gemeinsam Tourismus inklusiv denken, stärken wir die Wertschöpfung entlang der gesamten touristischen Kette und verbessern die Lebensqualität und Attraktivität Münchens sowie Oberbayerns als vielfältige Erlebnis- und Wirtschaftsregion.“
Das Tourismusforum Oberbayern 2026 zeigte, dass Barrierefreiheit ein zentraler Bestandteil der zukünftigen Tourismusentwicklung ist. Die vorgestellten Beispiele und Perspektiven verdeutlichten das Potenzial eines inklusiven Tourismus für Gäste, Betriebe und die Region. Tourismus für alle stärke langfristig die Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit Oberbayerns.
Mehr Informationen: Home - Tourismus Oberbayern Partnernetz
Bild: © Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! – Die Referentinnen und Referenten des Tourismusforum Oberbayerns gaben spannende Einblicke zu dem Schwerpunktthema „Tourismus der Zukunft - einer für alle“. Moderiert wurde das Tourismusforum von Juliane Jerin.