Andermatt Swiss Alps will Andermatter und Sedruner Bergbahnen übernehmen

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andermatt panoramakarte


In der Diskussion über die Entwicklung des Skigebietes Andermatt-Sedrun zeichnet sich ein Fortschritt ab: Die Andermatt Swiss Alps AG (ASA) unterbreitet den Aktionären der Andermatt Gotthard Sportbahnen AG (AGS) und der Sedrun Bergbahnen AG (SB) je ein Übernahmeangebot.

Die Verwaltungsräte beider Bahnen hätten positiv auf die Angebote reagiert, heißt es seitens derAndermatt Swiss Alps AG. AGS und SB sollen demnach künftig zu mindestens 67 Prozent von der ASA-Tochtergesellschaft Andermatt-Surselva Sport AG (ASS) gehalten werden. ASS soll die geplante Verbindung und die Attraktivitätssteigerung der beiden Skigebiete realisieren. Die Aktien der SB gehörten heute zu 51 Prozent der Gemeinde Tujetsch/Sedrun. Die Stimmbürger sollen voraussichtlich am 1. Juli 2012 an der Urne entscheiden.

Über ihre Tochtergesellschaft Andermatt-Surselva Sport AG (ASS) halte die ASA heute 16 Prozent der Aktien von AGS und 10 Prozent der Aktien von SB. ASS möchte künftig mindestens 67 Prozent von AGS und von SB halten. Die Übernahmeangebote seien eine Kombination von Tausch- und Kaufmöglichkeiten. Grundlage sei die Gleichwertigkeit beider Gesellschaften von je rund CHF 12 Mio. Die Angebote sehen folgendermaßen aus:

Eine Aktie AGS (nominal CHF 20) könne gegen eine Aktie ASS (nominal CHF 25) getauscht werden. Von Großaktionären (Anteil über ein Prozent) werde gewünscht, dass diese mindestens 50 Prozent ihrer Aktien tauschen. Aktionäre, die nicht tauschen möchten, könnten ihre AGS-Aktien für CHF 20 an ASS verkaufen. Gestern wurde die AGS-Aktie für rund CHF 15 gehandelt. Das Angebot liege beim Verkauf somit rund 30 Prozent über dem Handelswert, beim Tausch liege es rund 67 Prozent über dem Handelswert.

Eine Aktie SB (nominal CHF 100) könne gegen 15,49 Aktien ASS (nominal CHF 25, innerer Wert CHF 25.82) getauscht werden. Der Tauschwert entspreche dem vierfachen Nominalwert, d.h. CHF 400. Wer nicht tauschen möchte, könne seine SB-Aktie für CHF 140 an ASS verkaufen. Der Verkaufspreis liege somit 40 Prozent über Nominalwert (entspricht dem Handelswert).

Im nächsten Schritt werde ASA/ASS nun mit den Verwaltungsräten von AGS und von SB die weiteren Details der Transaktionen festlegen. Voraussichtlich im Mai werde die Frist für die Andienung der Aktien zum Tausch oder Verkauf beginnen. Sie dauere inkl. Nachfrist knapp zwei Monate. Anschließend erfolgten eine Kapitalerhöhung der ASS sowie die Wahl bzw. Konstitution von deren Organen. Da die SB zu 51 Prozent im Besitz der Gemeinde Tujetsch/Sedrun seien, führe diese voraussichtlich am 1. Juli 2012 eine Volksabstimmung durch.

"Dieses Angebot ist sehr fair und ich freue mich, wenn möglichst viele Aktionäre von der Umtauschmöglichkeit Gebrauch machen", meint Samih Sawiris, Präsident des Verwaltungsrates von Orascom Development. Damit würden die wesentlichen Hürden genommen und die Voraussetzungen für die Entwicklung der Skiarena Andermatt-Sedrun geschaffen.

Nach Abschluss der Übernahmen könne die Attraktivitätssteigerung der Skiarena Andermatt-Sedrun in Angriff genommen werden. Geplant seien am Oberalp die Verbindung der Skigebiete Andermatt und Sedrun durch eine Skischaukel, die Erneuerung verschiedener Bahnen sowie die Errichtung von Beschneiungsanlagen. Am Gemsstock seien ebenfalls Erneuerungen und die Errichtung von Beschneiungsanlagen geplant. Im Moment seien Einspracheverhandlungen mit den Umweltorganisationen und anderen Einsprechern im Gange. Baubeginn sei voraussichtlich im Frühjahr 2013. Über die geplante Attraktivitätssteigerung des Skigebietes und der zeitlichen Etappierung werde zu einem späteren Zeitpunkt im Detail informiert.

Die Andermatt Swiss Alps AG ist eine 100 Prozent Tochtergesellschaft der an der Schweizer Börse SIX kotierten Orascom Development Holding AG. Die Andermatt Swiss Alps AG realisiert im Schweizer Bergdorf Andermatt eine integrierte Ganzjahres-Feriendestination.

www.andermatt-swissalps.ch
Foto: Andermatt Swiss Alps