Impfgipfel: Reisefreiheit für Geimpfte? Was sonst?

Geschrieben von Matthias Burzinski am .

Glückliche Reisende

 

Auf dem heutigen Impfgipfel von Bund und Ländern geht es auch um die Frage, ob Geimpfte wieder normal am gesellschaftlichen Leben teilnehmen dürfen und damit auch: wieder Reisen.

Nachdem es dazu bereits Einlassungen des Deutschen Ethikrates und auch juristische Einschätzungen gegeben hat, kann der Schluss eigentlich nur lauten: Natürlich.

Voraussetzung ist, dass wissenschaftlich nachweisbar ist, dass von den Geimpften keine Ansteckungsgefahr mehr ausgeht - und sie sich selbst mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr neu anstecken können. Sobald dieser Nachweis wissenschaftlich belastbar zu führen ist, gibt es keinen Grund mehr, die Grundrechte der Menschen einzuschränken.

"Doch", sagen da einige, z.B. die Gleichbehandlung und das Vermeiden einer Neiddebatte. Sollte es jedoch tatsächlich dazu kommen, dass Grundrechte weiter eingeschränkt werden, kann ich den Querdenkern und Leerdenkern der AfD gleich den Schlüssel zum Bundestag übergeben. Das darf nicht passieren.

Zudem sprechen andere Gründe dafür: Mit jedem Stück Normalität, entspannt sich auch die derzeit angeschlagene Bevölkerungsseele. Mit jedem Menschen, der sich wieder frei und entspannt bewegen kann, kehrt Umsatz in das brachliegende Wirtschaftssystem zurück. Jeder Gast, der ein Hotelbett füllt (sofern Reisen überhaupt wieder möglich sein wird), ist ein sichtbares Zeichen für Hoffnung, gerade in unserer Branche. Dass es dem ein oder anderen vor Neid die Zornesröte ins Gesicht treibt, ist gemessen an den Belastungen, die uns das Virus sonst auferlegt hat, doch zu verschmerzen.

Und daher fordert auch der DTV und viele andere in der Branche: Öffnen so schnell es geht. Her mit den Impfnachweisen und den Antikörpertests der Genesenen. Und dann Koffer packen.