Dr. Manfred Zeiner - dwif-Consulting GmbH: "Sieger und zweite Sieger"

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Manfred Zeiner dwif"Die immer strenger werdenden Auflagen des Beihilfe- und Vergaberechts werden auch im kommenden Jahr für manch graues Haar bei den Touristikern sorgen."


Wie wird sich die touristische Nachfrage entwickeln?

Grundsätzlich wird es auch im kommenden Jahr Sieger und „zweite Sieger“ im Spiel um die Touristen geben. Die Zahl der Inlandsurlauber lässt sich nur mehr bedingt steigern, größere Wachstumssprünge sind daher in erster Linie über einen Anstieg der Ausländernachfrage zu schaffen. Gut sieht es da hoffentlich auch wieder für die Städte aus, die 2016 erstmals nicht an der Spitze der Entwicklung rangierten, und darauf hoffen, dass dies ein einmaliger Ausrutscher und keine Trendumkehr war. Große Ereignisse (u. a. Reformationsjahr) stimmen zumindest optimistisch.

Stark wetterabhängige Destinationen wie die Küstengebiete an Nord- und Ostsee werden ebenfalls, wenn es keine ungünstigen Wetterkapriolen gibt, weiter zulegen. In den übrigen Destinationen wird es nicht leicht werden, das hohe Niveau zu halten. Ohne Aktualisierungen und Erweiterungen beim Angebot sowie Anreize in Form von Events und neuen Urlaubserlebnissen wird das kaum zu schaffen sein. Ungeachtet aller Erfolge im Übernachtungstourismus, wird es auch darauf ankommen, im härter werdenden Wettbewerb um Tagesgäste nicht den Anschluss zu verlieren, denn da sorgt der Bevölkerungsrückgang und die zunehmende Überalterung leider für kein automatisches Wachstum.

Was wird uns 2017 beschäftigen?

Die immer strenger werdenden Auflagen des Beihilfe- und Vergaberechts werden auch im kommenden Jahr für manch graues Haar bei den Touristikern sorgen. Altbewährtes wird dabei sicherlich mancherorts in Frage gestellt werden und ob neue Besen wirklich besser kehren, muss sich erst noch zeigen. Die neuen Marktführer (Google, Airbnb, Tripadvisor & Co) haben den Tourismus als interessante Spielwiese entdeckt und sorgen dementsprechend für „frischen Wind“, der manch einem als steife Brise entgegenwehen wird.

Zu hoffen bleibt, dass Terror und Naturkatastrophen die schöne Urlaubswelt nicht allzu sehr in Mitleidenschaft ziehen werden.

Was wird uns 2017 überraschen?

Vom perfekten Klangerlebnis in der Elbphilharmonie wird man in aller Welt schwärmen. Selbst Berliner werden dann, wenn auch noch nicht mit dem Flugzeug von BER, in den Bann gezogen werden.
Die Hauptstadt wird von München in rund 4 Stunden zu erreichen sein – zumindest theoretisch, wenn denn kein Stellwerksschaden oder ähnliches dazwischen kommt.
Insgesamt wird Deutschland als Tourismusland seine unangefochtene Spitzenstellung in Europa behaupten, egal welchen Wert der Euro gegenüber dem Dollar auch haben wird und auch die Autobahnmaut wird daran nichts ändern.

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