Die PROJECT M GmbH unterstützt das Ressort Gesundheitstourismus.

Saalfeld ist erster „Staatlich anerkannter Ort mit Heilstollenkurbetrieb“

am .

Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee hat heute die Urkunde „Staatlich anerkannter Ort mit Heilstollenkurbetrieb“ an den Bürgermeister der Stadt Saalfeld, Matthias Graul, übergeben.

Saalfeld sei damit der erste Kurort im Freistaat mit einer solchen Zertifizierung. Grundlage dafür ist der Naturheilstollen im ehemaligen Alaunschieferbergwerk – besser bekannt als Saalfelder Feengrotten. Die dort angebotenen Inhalationskuren werden aufgrund der allergen- und feinstaubarmen Luft vor allem bei Atemwegserkrankungen eingesetzt.

Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee gratulierte zur erfolgreichen Anerkennung: „Mit diesem Prädikat verfügt die Stadt Saalfeld über ein touristisches Alleinstellungsmerkmal. Der Heilstollenkurbetrieb in den auch weit über die Region hinaus bekannten Saalfelder Feengrotten stärkt den Gesundheitstourismus für den Ort und steht für den hohen Qualitätsstandard.“ Das Prädikat ist bis 2027 gültig und kann dann verlängert werden.

Heilstollenkuren haben in Saalfeld eine lange Tradition. Schon 1937 wurde der erste Heilstollen Deutschlands unter dem Namen „Emanatorium“ eröffnet. Seit der Rekonstruktion und Wiedereröffnung im Jahr 1994 wird die Heilstollentherapie angeboten und medizinisch betreut. Jährlich finden hier ca 4.000 Inhalationskuren statt. Die hohe Luftfeuchtigkeit im Stollen, die besonders reine Luft frei von Feinstaub, Bakterien und Pollen und die konstanten Temperaturen von acht bis zehn Grad Celsius qualifizieren den Heilstollen für Therapien der Atemwege.

Thüringen ist ein traditionelles Kur- und Bäderland. „Attraktive Kurorte und Heilbäder sind von erheblicher wirtschaftlicher Bedeutung für Thüringen“, betont Tiefensee. Im Jahr 2016 entfielen auf die Thüringer Heilbäder und Kurorte rund 2,5 Millionen Übernachtungen. Die Tourismuszahlen in Saalfeld sind in den letzten fünf Jahren stabil. 2016 konnten in Saalfeld rund 104.000 Übernachtungen verbucht werden. Gerade das Erlebnismuseum „Grottoneum“ und der Abenteuerwald „Feenwäldchen“ auf dem Gelände der Feengrotten ziehen jährlich rund 170.000 Besucher an. Seit ihrer Eröffnung im Jahr 1914 wurden die Feengrotten von mehr als 19 Millionen Gästen aus aller Welt besichtigt. Der Freistaat Thüringen hat die touristische Entwicklung in Saalfeld seit 1990 mit insgesamt 6,6 Millionen Euro gefördert.

Für die erfolgreiche Anerkennung Saalfelds als „Ort mit Heilstollenkurbetrieb“ mussten u. a. Gutachten über die Luftqualität im und außerhalb des Heilstollens erbracht werden. Ebenso war nachzuweisen, dass das Klima im Heilstollen für therapeutische Zwecke nützlich ist. Für die staatliche Prädikatisierung als Kurort sind außerdem qualitativ hochwertige Unterkünfte und Gastronomiebetriebe, eine moderne und gepflegte Infrastruktur, eine zertifizierte Touristinformation, Park- und Grünanlagen sowie ein touristisches Entwicklungskonzept notwendig.

http://www.saalfeld.de/