Sachsen: Schulfahrtenkonferenz soll Markt beleben

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„Mehr Matsch. Kinder brauchen Natur!“. Dieser Aufruf gilt Sachsens Lehrern und Erziehern, wenn es darum geht, ihren Schülern außerhalb der Klassenzimmer Wissen zu vermitteln - spannend, spielerisch und mit Spaß.

Dazu wollen die sächsischen Landesverbände der Kinder- und Jugenderholungszentren, des Deutschen Jugendherbergswerkes, der Schullandheime und der Christlichen Freizeit- und Tagungshäuser sowie die Unfallkasse Sachsen und die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen Lehrer, Jugendleiter und Organisatoren von Klassenfahrten und Schulausflügen bei der Schulfahrtenkonferenz am 18. November in Dresden ermuntern. Sie haben sich damit erstmals zusammengeschlossen, um den Wandertag zu modernisieren und Sachsens Lehrer und Erzieher in verschiedensten Vorträgen für diese bewährte Form der Unterrichtsgestaltung zu begeistern. Dabei werde zum einen auf das Potenzial eingegangen, das Sachsen in diesem Bereich vorweisen könne. Zum anderen gehe es um Trends, die den Pädagogen helfen sollen, gemeinsam mit ihren Schützlingen die richtige Reise-Auswahl zu treffen. Dabei spielten heutzutage nicht nur der Zielort, sondern vorrangig das Erlebnisangebot und zunehmend auch Parameter wie freies WLAN eine Rolle.    

Sachsen biete mit seinen 112 Jugendherbergen, Kinder- und Jugenderholungszentren (KiEZe), Schullandheimen und Christlichen Freizeit- und Tagungshäuser und deren speziellen Angeboten beste Voraussetzungen für Klassenfahrten und Schulausflüge. Es erfüllen die anspruchsvollen Anforderungen beruflicher Entscheider an das pädagogische Programmangebot und die sehr spezifischen Ansprüche ehrenamtlicher Entscheider an sportliche und Outdoor-Aktivitäten gleichermaßen.

Für die touristische Entwicklung sei die Zielgruppe junger Reisender sehr lukrativ, denn Sachsen sei bei Kindern und Jugendlichen überaus beliebt. Das belege die 2015 erstmals für Sachsen angefertigte Sonderstudie zum Kinder- und Jugendtourismus in Sachsen des Institutes für Tourismus- und Bäderforschung in Nordeuropa (NIT) und der dwif-Consulting GmbH. Demnach erwirtschafteten Kinder- und Jugendreisen nach Sachsen 2013 einen Bruttoumsatz von 1,2 Milliarden Euro und sicherten so das Einkommen von über 31.000 Beschäftigten in Sachsen.

Insgesamt führten rund 1,7 Millionen Übernachtungsreisen von Kindern und Jugendlichen zwischen drei und 26 Jahren nach Sachsen. Das seien 2,8 Prozent aller Reisen in dieser Altersgruppe. 38 Prozent davon (zirka 600.000) würden von Personen aus Sachsen selbst unternommen. Der Anteil derjenigen, die im eigenen Bundesland verreisen, sei damit im Freistaat Sachsen vergleichsweise hoch. 43 Prozent der Sachsen-Reisen führten in gemeinnützige Unterkünfte, wovon unter anderem die Einrichtungen der sächsischen Landesverbände profitierten. Die Reisedauer liege im Schnitt bei drei Tagen. Besonders beliebt seien die Sächsische Schweiz und das Erzgebirge, das Sächsische Elbland und das Sächsische Burgen- und Heideland. Für Reisen mit Jugendlichen sei vor allem Dresden interessant.

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