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Reorganisation in Südtirol: Start in eine neue Tourismus-Ära

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Im Januar wird in Südtirol eine vollständige Reorganisation im Tourismus abgeschlossen. Drei Destinationsmanagement-Einheiten übernehmen die operative Arbeit unter dem Dach der IDM Südtirol. Die Ebene der Tourismusverbände entfällt.

Der neue Bereich Destination Management von IDM Südtirol soll ab diesem Datum mit einem 48-köpfigen Team gemeinsam mit den lokalen Tourismusvereinen, Beherbergungsbetrieben und Freizeitanbietern am touristischen Erfolg Südtirols arbeiten. In einem Auftaktevent zum Thema „Zukunft Tourismus“ mit Landeshauptmann Arno Kompatscher und IDM Präsident Hansi Pichler wurden die Akteure der Südtiroler Tourismusbranche aus allen Landesteilen auf diese neue Ära eingestimmt. Hansjörg Falz, Chefredakteur des deutschen Reisemagazins Merian, erklärte dabei, wohin sich die Tourismusbranche entwickelt.

„Erlebnisse sind die neue Währung. Bei der Reiseplanung steht nicht mehr so sehr die Frage im Mittelpunkt: Wohin will ich fahren? Dafür fragt sich der neue Gast immer öfter: Was will ich erleben, und wo kann ich das? Bei dieser Entscheidung lässt er sich sehr oft vom Internet anleiten, weshalb er ständig online vernetzt ist“, sagte Hansjörg Falz in seinem Impulsreferat. „Der neue Gast hat Reiseerfahrung und ein hohes Qualitätsbewusstsein. Demnach ist die Qualität der touristischen Produkte, die der Reisende vor Ort erleben kann, essentiell. Das heißt für Tourismusdestinationen: Wer nur bis zum eigenen Kirchturm, Weinberg, Gipfel und zur eigenen Piste denkt, läuft Gefahr, dass er von einem Mitbewerber überflügelt wird. Nur, wer vernetzt denkt, sich koordiniert und damit die Qualität seiner Produkte ständig verbessert, hat eine erfolgreiche Zukunft. Nur gemeinsam ist man stärker!“

Genau dieses Netzwerk-Denken und gemeinsame Vorgehen sei auch der Grundgedanke, weshalb in Südtirol eine neue Ära im Tourismus eingeleitet wurde. „Mit der Reorganisation der Tourismusorganisationen, die mit Ende des Jahres abgeschlossen ist, bündeln und koordinieren wir alle Partner und Ressourcen im Tourismus, um so vernetzt arbeiten und mit gemeinsamer Stärke vorgehen zu können“, sagte Landeshauptmann und Tourismuslandesrat Arno Kompatscher. „2016 wurde erstmals die 30-Millionen-Marke bei den Übernachtungen überschritten, und Südtirols Tourismus schreibt weiterhin Rekordzahlen. Gerade aus dieser Position der Stärke heraus müssen wir uns zukunftsfähig aufstellen, um für die künftigen Herausforderungen gerüstet zu sein. Das sind z.B. eine stärkere Internationalisierung der Gäste, bessere Erreichbarkeit oder einen höheren Digitalisierungsgrad.“ Dabei gelte es, bereits Bestehendes und Bewährtes effizient und zeitgemäß umzustrukturieren und durch diese Weiterentwicklung die Dachmarke Südtirol noch mehr zu stärken.

Tragende Säule dieser Umstrukturierung ist IDM Südtirol; der Wirtschaftsdienstleister für Südtirol hat das Projekt „Zukunft Tourismus“, das die Reorganisation des Südtiroler Tourismus zum Inhalt hat, von Anfang an koordiniert. „Wir haben im laufenden Jahr den Bereich Destination Management von IDM aufgebaut, der mit jeweils zwei Außenstellen als Marketingorganisationen im Tourismus im Westen, in der Mitte und im Osten Südtirols ab 1. Januar 2018 operativ sein wird. Dabei haben wir den großen Vorteil, auf den Stärken der Vergangenheit aufbauen zu können. Die hervorragenden Zahlen im Tourismus heute sind auf die geleistete Arbeit jener zurückzuführen, die bisher am Aufbau des Tourismus in Südtirol mitgearbeitet haben. Nun gilt es, diese Stärken gemeinsam weiterzuführen und noch weiter auszubauen“, unterstrich IDM Präsident Hansi Pichler. Dabei werde man mit den Partnern einen engen Austausch auf Augenhöhe pflegen; wichtig sei dabei aber eine klare Aufgaben- und Rollenverteilung.

Das Destination Management von IDM kümmert sich um das Marketing, die PR, den Vertrieb und gemeinsam mit den touristischen Partnern um die Produktentwicklung. „Wir werden uns bei der touristischen Kommunikation künftig auf Themen konzentrieren und auf Erlebnisräume, in denen diese Themen erlebbar sind - in Beherbergungsbetrieben, Freizeiteinrichtungen und bei entsprechenden Veranstaltungen rund um das Thema. Somit kommen wir genau den Bedürfnissen des neuen Gastes entgegen, die Hansjörg Falz in seinem Vortrag beschrieben hat. Diese Erlebnisräume sind Südtirol übergreifend, was bedeutet, dass Kleine, die alleine zu wenig Kommunikationskraft hätten, bessere Sichtbarkeit erlangen können und die Großen nicht geschwächt werden, sondern von der guten Abstimmung profitieren. Gemeinsam können Ressourcen für die Produktentwicklung und Kommunikation strategisch gebündelt werden und bewirken unvergleichlich mehr“, erklärte Thomas Aichner, Abteilungsleiter Marketing bei IDM.

www.idm-suedtirol.com/de/tourismusmarketing/projekt-zukunft-tourismus