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Mehr Geld bitte: Investitionszuwachsprämie in Österreich ausgeschöpft

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22 Millionen Euro wurden für 2017 als Investitionszuwachsprämie von der Regierung in Östertreich festgeschrieben. Die sind bereits ausgeschöpft.

Das kann zweierlei bedeuten: Es wurde zu wenig Geld zur Verfügung gestellt oder die Betriebe investieren mehr. Aus Sicht der Hotellerie gilt in jedem Fall: Es muss mehr werden. „Wir haben Anfang April und die Mittel sind bereits ausgeschöpft. Ein starkes Zeichen der Branche, die auf Qualitäts- und Wettbewerbssteigerung setzt, selbst wenn die Rahmenbedingungen für Investitionen nicht ideal sind“, streicht Dr. Markus Gratzer, Generalsekretär der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), hervor. Der Branchensprecher plädiert daher für eine Aufstockung der Mittel: „Das ist dringend nötig, wenn wir den Tourismus-Turbo zünden wollen. Und das Beste dabei: über Umwegrentabilität finanziert sich das Ganze von selbst. Eine Win-win-Situation für alle Beteiligten!“

Die Wirtschaftskammer stößt ins gleiche Horn:  Die damit ausgelösten Investitionen lägen bei über 400 Millionen Euro. Der Multiplikator betrage daher mehr als 1:20. Für 2018 seien weitere 22 Mio. Euro vorgesehen.

„Damit werden zusätzliche, dringende Investitionen in die touristische Infrastruktur gefördert, die großteils ohne Prämie nicht getätigt worden wären und die Wettbewerbsfähigkeit gestärkt“, betont Petra Nocker-Schwarzenbacher, Obfrau der Bundessparte Tourismus- und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Zudem würden tausende Arbeitsplätze in den Bau- und Ausstattungsgewerben gesichert sowie von der öffentlichen Hand ein Vielfaches an Lohnsteuer, Sozialversicherung lukriert und Arbeitslosengelder eingespart.

Nocker-Schwarzenbacher: "Das System finanziert sich von selbst, ich plädiere daher dringend an die Regierung, die Investitionszuwachsprämie aufzustocken und die Abschreibungsdauer für Investitionen wieder zu verkürzen!"

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