Innovative Urlaubstrends: Wie sich der Bayerische Wald neu erfindet

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(obx) Der Bayerische Wald legt in der Gunst der Urlauber seit Jahren kontinuierlich zu. Trotz wachsender Konkurrenz im In- und Ausland stieg die Zahl der Gästeankünfte in den vergangenen zehn Jahren, von 2006 bis 2016, um knapp zwanzig Prozent von gut 1,5 Millionen auf über 1,8 Millionen. Rund sieben Millionen Übernachtungen zählte die Region im Osten Bayerns im vergangenen Jahr. Ein wesentlicher Motor für den Gästeboom am "grünen Dach Europas" sind kreative Gastgeber, Unternehmer sowie Freizeit- und Kultureinrichtungen. Mit dem Tourismus-Award Bayerischer Wald zeichnete der Tourismusverband Ostbayern auch in diesem Jahr wieder die innovativsten Anbieter aus.

Der Tourismusverband Ostbayern wolle mit dem Preis Akteure ehren, gleichzeitig aber auch eine Weiterentwicklung anstoßen, sagte Destinationsmanager Günter Reimann. "Die Marktbedingungen ändern sich stetig. Auch für den Tourismus bedeutet das, sich beständig mit den Kundenwünschen und neuen Anforderungen auseinanderzusetzen und immer wieder neue kreative Angebote zu schaffen." Die Gewinner erhielten bei einer Gala bei Joska Kristall in Bodenmais neben der Trophäe "TourismusAward Bayerischer Wald" ein Marketingpaket des Tourismusverbandes Ostbayern im Wert von 1.500 Euro.

Das Rodel- und Freizeitparadies Sankt Englmar (Landkreis Straubing-Bogen) überzeugte die Juroren in der Kategorie "innovativstes Outdoor-Angebot" mit Bayerns erstem "Kugel-Woid". Auf 3.000 Quadratmetern können dort Familien in ruhigem und idyllischem Ambiente und zum kleinen Preis ihren Tag genießen. Eine in Eigenregie gefertigte, überdimensionale Murmelbahn, inmitten von Vogelgezwitscher und Rauschen der Bäume, bietet Abstand vom oftmals hektischen Alltag. Beim Material der Anlage setzten die Bauherren auf heimische Lärche. Ein Drittel der Gäste des Bayerischen Waldes sind Familienurlauber. Für diese bedeutende Zielgruppe wurde mit dem Kugelwald eine weitere beachtenswerte Freizeiteinrichtung geschaffen, die sich in das Urlaubsangebot hervorragend einfügt.  

In Schorndorf (Landkreis Cham) hat sich ein ganzer Ort dem Theater verschrieben: Die Laienbühne Schondorf schuf in einer Gemeinde mit rund 2 500 Einwohnern ein außerordentliches Netzwerk zum Theater und zur Festspielgemeinschaft. Der Verein setzt sich derzeit aus mehr als 200 Mitgliedern zusammen, von denen 50 aktiv auf der Bühne mitwirken. Zu den Höhepunkten gehören die jährlichen Aufführungen beim "Theater auf der Burg" - mit ausverkauften Vorstellungen.  Für ihr Engagement und den vom Verein ins Leben gerufenen Kulturpreis erhielt die Laienbühne den Tourismus-Award 2017 in der Kategorie "Innovativstes Kulturangebot".

Das Glück dieser Erde liegt auf dem Rücken der Pferde: Im Hotel Bayerwaldhof in Bad Kötzting (Landkreis Cham) können die Gäste einen Reiturlaub mit ihrem eigenen Pferd oder einem Schulpferd genießen. Das Besondere: Ihre Reitstunden nehmen Urlauber bei dem Reitchampion und Olympiateilnehmer Thomas Mühlbauer. Dieser ist gleichzeitig Juniorchef des Hotels. Auch die Anreise mit dem eigenen Pferd ist möglich. Für das schlüssige Gesamtkonzept erhielt das Hotel die Trophäe als "innovativster Gastgeber".

Sieger des Jahres 2017 im Bereich "Nachhaltigkeit und ‚stade" Zeiten" ist das Biohotel Pausnhof in St. Oswald-Riedlhütte (Landkreis Freyung-Grafenau). Das erste Biohotel Deutschlands setzt konsequent auf Nachhaltigkeit und heimische Ressourcen: von den handwerklich gefertigten Eichenmöbeln auf den Zimmern, Granit aus der Region, Glas aus ostbayerischen Glashütten bis hin zur hofeigenen Hackschnitzelanlage, die für eine wohlige Wärme in allen Bereichen sorgt. Die Küche setzt auf hofeigene, bio-zertifizierte und bevorzugt regionale Lebensmittel. Rund um das Hotel weiden Murnau-Werdenfelser-Rinder und Waldschafe, gackern Bio-Legehühner und es schnattern Gänse und Enten.  

www.ostbayern-tourismus.de


Foto: obx-news/Hotel Bayerwaldhof