Hansestadt Rostock tritt AG Barrierefreie Reiseziele bei

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Die Arbeitsgemeinschaft Barrierefreie Reiseziele in Deutschland (AG) leistet Pionierarbeit bei der Entwicklung und Vermarktung touristischer Angebote für Menschen mit Behinderungen. Das will jetzt auch die Hansestadt Rostock.

Die Hansestadt wird neben Erfurt und Magdeburg sowie den Regionen Eifel, Ostfriesland, Sächsische Schweiz, Fränkisches, Lausitzer und Ruppiner Seenland das neunte Mitglied im Kreis der Engagierten.

„Rostock ist ein Wunschmitglied“, sagt AG-Sprecherin Carmen Hildebrandt. „Die 800 Jahre alte Hansestadt ist ein facettenreiches Reiseziel und seit Jahren auf dem Gebiet der Barrierefreiheit sehr aktiv.“

„Barrierefreiheit ist für uns ein Thema von wachsender Bedeutung. Rostock bedient die gesamte Servicekette im barrierefreien Tourismus und bietet seinen Gästen zahlreiche Urlaubsangebote zwischen Großstadt und Ostseeküste“, erklärt Matthias Fromm, Direktor der Tourismuszentrale Rostock & Warnemünde. „Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit gleichgesinnten Touristikern aus ganz Deutschland.“

Die AG wurde 2008 gegründet. Eine Region oder Stadt, die Mitglied der AG werden will, muss barrierefreien Tourismus im Leitbild verankert haben und das Angebot in den Hauptpublikationen bewerben. Außerdem ist eine Arbeitsgruppe Pflicht, die regelmäßig zu Fragen der Barrierefreiheit tagt. Diese Kriterien erfülle Rostock.

Norddeutsche Backsteingotik, Kirchen, Klöster und Kaufmannshäuser bestimmen das Bild der Hansestadt. Und der Anteil barrierefreier Angebote wachse. Sehenswürdigkeiten, wie die Marienkirche oder das Kulturhistorische Museum, seien bereits für Rollstuhlfahrer zugänglich. Im Seebad Warnemünde gebe es einen breiten, befestigten Strandaufgang, der bis ans Wasser reiche. Und der F.C. Hansa Rostock bietee Plätze mit Hörkommentaren für Sehbehinderte.

Auch der Aussichtsturm der Petrikirche sowie mehrere Museen und Kulturstätten seien für Besucher mit Behinderung uneingeschränkt zugänglich. Es verkehrten barrierefreie Niederflurbahnen. Die Rostocker Heide, der größte deutsche Küstenwald, sei mit dem Handbike befahrbar. Im Darwineum, dem Zoo Rostocks, gebe es akustische Erlebnisse für blinde und sehbehinderte Menschen. Und die Eröffnungsrede zum jährlichen Traditionsseglertreffen Hanse Sail werde seit 2016 simultan in Gebärdensprache übersetzt.

www.rostock.de/mein-urlaub-barrierefrei
www.barrierefreie-reiseziele.de
Foto: TMV/Thomas Ulrich