Re-Attraktivierung: Klimahaus Bremerhaven mit neuem Ausstellungsbereich

am .

Aussenansicht MarcusMeyer Klimahaus


Im neuen „World Future Lab“ im Klimahaus Bremerhaven steht nichts weniger als die Welt im Mittelpunkt. Und. Sie muss gerettet werden.

Im neuen Ausstellungsbereich zeigt das Klimahaus Bremerhaven 8° Ost auf spielerische Art und Weise, welche weltweiten Auswirkungen das eigene Handeln auf das Klima und die Umwelt hat. Das „World Future Lab“ beinhaltet demnach ein interaktives Spiel, in dem die Spieler das Schicksal der Erde selbst in die Hand nehmen.

Es sei die wohl weltweit detaillierteste interaktive Simulation klimarelevanten Verhaltens. Das „World Future Lab “ ist ein Ausstellungsbereich, in dem die Zukunftsfähigkeit der Menschheit für künftige Herausforderungen im Bereich Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft erprobt werden könne. Die Besucher sollen auf eine eindrucksvolle Art und Weise erleben, wie ihre eigenen Entscheidungen globale Auswirkungen hätten. Diese würden als Echtzeitprojektion unmittelbar und sehr eindrucksvoll auf einer Weltkugel mit 3,20 Meter Durchmesser simuliert.

Für die Besucher ist das „World Future Lab“ ab dem 7. April geöffnet. Durch den spielerischen Charakter werde das Konzept des bereits mehrfach ausgezeichneten Klimahauses als außerschulischen Lernort ergänzt. Bremerhavens Oberbürgermeister Melf Grantz betont: „Außerschulische Lernorte gewinnen immer mehr an Bedeutung, wenn es um nachhaltige Bildung geht. Bremerhaven hat mit dem Klimahaus einen ganz besonders spannenden Lernort geschaffen. Das World Future Lab unterstreicht das Konzept und fördert die Handlungsfähigkeit der Menschen in Sachen Klima- und Umweltschutz.“

Konzipiert wurde das „World Future Lab“ in Zusammenarbeit mit der Gruppe für Gestaltung (GfG) aus Bremen. Dr. Fabiola Gerpott, Dozentin für Arbeits- und Organisationspsychologie der VU Amsterdam, hat die Spielentwicklung - in Kooperation mit der Jacobs University Bremen - wissenschaftlich begleitet. „Jeder Mensch beeinflusst im großen Maße die Umwelt und das sowohl vor der eigenen Haustür wie auch weltweit. Dürren, Überschwemmungen und Brände sind Naturkatastrophen, die zum Teil durch den Klimawandel und somit durch den Menschen und seinen Umgang mit dem Klima verursacht werden. Die meisten Menschen haben das bereits verstanden, fühlen sich aber selbst ohnmächtig, durch ihr eigenes aktives Handeln etwas zu ändern. Da oftmals Länder vom Klimawandel betroffen sind, die weit weg von der eigenen Heimat sind, werden Zusammenhänge unterschätzt bzw. gar nicht wahrgenommen. Dabei ist jeder einzelne Mensch in der Lage, durch einfache Verhaltensänderungen Einfluss zu nehmen. Das wollen wir hier zeigen“, erklärt Arne Dunker, Geschäftsführer des Klimahauses.

Die Aufgabe: Die Welt verbessern

Im „World Future Lab“ seien Kreativität, Strategie und Teamwork gefragt. An acht Spielstationen können einzelne Spieler oder Gruppen die Welt verändern und lernen dabei ihre persönlichen Stärken kennen. Andere begeistern, selbst handeln, geschickt kombinieren, sich engagieren, Verantwortung zeigen, erforschen, sich vernetzen und die Natur wie auch die Mitmenschen respektieren. So würden beispielsweise alltägliche Gegenstände kombiniert und daraus clevere und nachhaltige Produkte hergestellt oder dank dem Treffen von richtigen Entscheidungen eine Südseeinsel vor dem Anstieg des Meeresspiegels gerettet.

Zum eigenen Spielauftrag kämen auftretende Gruppenaufgaben hinzu, die alle Spieler motivieren, nach gemeinsamen Lösungen zu suchen. Am Ende des Spiels stehe der Lerneffekt: Das persönliche Zukunftszertifikat zeigt nicht nur, wie die Teilnehmer im Spiel abgeschnitten haben, sondern auch, mit welchen ihrer Fähigkeiten sie die Welt verändern können.

www.klimahaus-bremerhaven.de

Bild: Klimahaus Bremerhaven, Marcus Meyer